Rom

Italiens Parlament diskutiert Legalisierung von Cannabis

Im italienischen Parlament beginnt am heutigen Montag eine Diskussion über ein Gesetz, wonach Volljährige eine minimale Menge an Cannabis zum persönlichen Gebrauch besitzen dürfen. Kritik kommt aus dem Mitte-Rechts-Lager.

Cannabis-Legalisierung als Streitfrage © APA/DPA/DANIEL KARMANN
 

Geplant ist ein Gesetz, wonach Volljährige eine minimale Menge an Cannabis zum persönlichen Gebrauch und in der Wohnung bis zu fünf Cannabis-Pflanzen besitzen dürfen. Gegen die Cannabis-Liberalisierung hatten Parlamentarier aus dem konservativen Lager Unterschriften gesammelt.

Laut dem Gesetzentwurf bleiben der Verkauf von Cannabis sowie das Rauchen der Substanz in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz verboten. Volljährige sollen jedoch eine Menge von maximal 15 Gramm Cannabis zum persönlichen Gebrauch in der Wohnung und von fünf Gramm auf der Straße bei sich haben können. Außerdem sollen sie bis zu fünf Cannabis-Pflanzen besitzen können. In Italien ist der Gebrauch von Cannabis zu medizinischen Zwecken legal.

"Geschenk für die Mafia"

Die Befürworter des Entwurfs behaupten, dass die bisherige Politik zur Bestrafung des Drogenkonsums in Italien zu keinerlei Resultaten geführt habe. Die Legalisierung der weichen Drogen würde den kriminellen Organisationen eine wichtige Einnahmequelle nehmen.

Im Mitte-Rechts-Lager ist die Kritik an den Legalisierungsplänen für den Cannabis-Konsum jedoch stark. "Die teilweise Legalisierung wird den Drogenkonsum nur noch mehr steigern. Das ist ein Geschenk für die Mafia, die ihre Umsätze nur noch steigern wird", warnten die rechtskonservativen Senatoren Carlo Giovanardi und Maurizio Gasparri.

Kommentare (7)

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g21
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CANNABIS....

....Dort wird über die Legalisierung von Cannabis diskutiert.... bei uns wird darüber gar nicht nachgedacht..... Auch die völlig unbedenkliche Asche unserer Verstorbenen unterliegt dem Friedhofszwang, als einzigem Land Europas....
Liberalisierung und Fortschritt sieht anders aus!
Schlaft weiter um unser Steuergeld!
Gordon Kelz

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Zongher
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Wenn Italien das umsetzt

haben sie im Jahr darauf +50% Nachtungen in der Hotellerie!

Unsere Bauernpolitiker (diejenigen die der Ausdruck beim Lesen trifft, dürfen sich betroffen fühlen) kapieren erst dann, wenn wo anders die Kasse klingelt.

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Leberknoedel
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Prohibition als Vorbild

Zu Zeiten der Prohibition wurde in Amerika zwar weniger Alkohol getrunken, die Kriminalität ist aber gestiegen und zwar insbesondere die organisierte Kriminalität, auch als Mafia bekannt.
Bei einer Freigabe von Cannabis würde die Zahl der Kriminellen also eher sinken.

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pizzamampf
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Wann lernen es die Leute endlich?

Es wär ja nicht so, als würden wir in Österreich nicht auch zusätzliche Steuereinnahmen brauchen würden.

Das Cannabis keine große Gefahr darstellt, sollte mittlerweile doch allgemein bekannt sein.

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wisigoth
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Was viele rechtskonservative Politiker nicht nur in Italien lernen müssen -> nicht die Legalisierung von Cannabis ist ein Geschenk für die Mafia,

sondern die ideologisch verblendete Geisteshaltung dieser Politiker, die das Verbot von Cannabis um jeden Preis aufrecht erhalten wollen...

Sinn macht dieses Verbot nur für die Nutznießer dieses kriminellen Systems zu dem tatsächlich auch legale Strukturen gehören... Man kann also ruhigen Gewissens sagen, wer der Prohibition das Wort redet redet der organisierten Kriminalität das Wort und unterstützt damit diese Verbrecherbanden! Schutz der Konsumenten geht anders!

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nanapeter
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Fuer mich ist es

schon sehr lange Legal. Leider fuer den Gesetzgeber noch nicht.

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Ali68159
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Noch schlimmer:

Diese Politiker wissen ganz genau, dass sie dummes Zeug erzählen. Die Auflistung der (mittlerweile wirklich allseits bekannten) Gründe für eine Legalisierung würden den Rahmen eines Postings hier sprengen. Deshalb: "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!“

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