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Papst bekräftigt Reformkurs, Akten-Diebstal ein "Verbrechen"

Papst Franziskus prangert Entwendung von Dokumenten im Vatikan als "Verbrechen" an und will sich von Reformkurs nicht abbringen lassen.

Papst Franziskus
© APA/EPA/ETTORE FERRARI
 

Der Papst hat sich beim Angelus-Gebet am Sonntag erstmals zum Skandal über die entwendeten Dokumente über die Finanzlage im Vatikan geäußert. Die Entwendung der Dokumente bezeichnete Franziskus als "Verbrechen". Es handle sich um eine "verwerfliche Geste", die ihn jedoch nicht von seinen Bemühungen für die Reform der Kirche abbringen werde.

Entwendet worden seien Dokumente, die er und seine Mitarbeiter gut kannten, sagte der Papst. Er selbst habe eine Prüfung der Lage im vatikanischen Finanzwesen beauftragt, die bereits Früchte gebracht habe. Er bat die Gläubigen, für ihn und die Kirche zu beten, ohne sich von Berichten über Skandalen beeinflussen zu lassen. Er rief die Gläubigen auf, "mit Vertrauen und Hoffnung" nach vorn zu schauen. "Die Kirche erneuert sich mit dem Gebet und der täglichen Heiligkeit jedes Gläubigen", so der Papst.

Am vergangenen Wochenende waren zwei Personen wegen der Entwendung vertraulicher Dokumente über Missstände im vatikanischen Finanzwesen festgenommen worden. Sie sollen den Investigativjournalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi vertrauliche Dokumente für ihre diese Woche veröffentlichte Bücher zugespielt haben, lautet der Vorwurf des Vatikans.

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