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Muslimen attackierten Christen in Ägypten

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Im Norden Ägyptens sind bei schweren Ausschreitungen zwischen Muslimen und koptischen Christen rund dreißig Menschen verletzt worden. In der Stadt Marsa Matruh hatten muslimische Einwohner am Freitag Arbeiter mit Steinen attackiert, weil sie fälschlich dachten, die Christen wollten eine Kirche bauen. Bei den zehnstündigen Ausschreitungen wurden auch neun Gebäude in Brand gesetzt.

Bei dem folgenschwersten Angriff seit zehn Jahren erschossen muslimische Fanatiker im Jänner vor einer Kirche in der Ortschaft Nag Hammadi sechs koptische Christen und einen muslimischen Wachmann. Neun weitere Menschen wurden verletzt, als drei Männer aus einem vorbeifahrenden Auto heraus das Feuer auf die Gläubigen am koptischen Weihnachtsfest eröffneten. Vor allem in Oberägypten, wo islamistische Terroristen in den 90er Jahren Jagd auf Christen gemacht hatten, kommt es immer wieder zu Ausschreitungen, die sich häufig daran entzünden, dass angeblich ohne Erlaubnis Kirchen gebaut werden.

Die Kopten sind die größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten und machen bis zu einem Zehntel der ägyptischen Bevölkerung aus. Sie sehen sich im Alltag immer wieder Diskriminierungen und Benachteiligungen durch Muslime ausgesetzt.

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