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Schweinezucht

Streit mit Bauern eskaliert

Aus Protest gegen die Kastenstände in der Schweinezucht blockierten Aktivisten das Landwirtschaftsministerium. Im Streit ist keine Lösung in Sicht. Bauernbundpräsident sprach von "engstirnigen Aktivisten mit wirklichkeitsfremden Ideen".

© APA
 

Im Streit um die Kastenstände in der Schweinezucht zeichnet sich immer noch keine Lösung ab. Stattdessen verhärten sich die Fronten weiter.

Montagfrüh blockierten Aktivisten des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) den Eingang zum Landwirtschaftsministerium in Wien. VgT-Obmann Martin Balluch kündigte an, ausharren zu wollen, bis Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (ÖVP) zusage, über die Abschaffung der umstrittenen Kastenstände für Muttersauen zu verhandeln.

Der Streit schwelt bereits seit dem Frühjahr, als Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) einen Gesetzesentwurf vorlegte, der Zuchtschweinen mehr Platz in den Ställen verschaffen sollte. Nach bisheriger Praxis werden die Muttertiere in den Wochen vor und nach der Geburt in Gitterkäfige verfrachtet - im Schnitt an 140 bis 365 Tagen im Jahr. Stöger bezeichnet diesen Zustand als "nicht tiergerecht" und will dagegen mit der geplanten Gesetzesänderung vorgehen.

Die Bauernvertreter und Landwirtschaftsminister Berlakovich legten sich bislang aber quer. Ein Verbot von Kastenständen bedeute für unzählige Bauern in Österreich den Ruin. Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch sprach am Montag in Bezug auf die Demonstranten von "engstirnigen Aktivisten" mit "wirklichkeitsfremden Ideen".

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