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Nordkorea

Atomtest nach Raketen-Crash?

Die Rakete vom Typ Unha-3 sollte einen Beobachtungssatelliten ins All bringen, stürzte aber ab. Die Pläne für eine nukleare Zukunft dürfte dies aber nicht beenden, im Gegenteil: Nach dem fehlgeschlagenen Manöver rechnen Experten jetzt mit einen Atomtest.

© Reuters
 

Nordkorea hat das Scheitern seines umstrittenen Raketenstarts eingeräumt. Es wurde bestätigte, dass die Trägerrakete um 07:38 Uhr und 55 Sekunden gestartet war. Nach übereinstimmenden Angaben Japans, Südkoreas und der USA zerbrach die Rakete kurz nach dem Start, ihre Teile stürzten ins Meer.

Der Beobachtungssatellit Kwangmyongsong-3 (zu Deutsch: Glänzender Stern) habe es nicht in die vorgesehene Erdumlaufbahn geschafft, erklärte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. "Wissenschaftler, Techniker und Experten untersuchen die Gründe für dieses Scheitern". Die Rakete vom Typ Unha-3 sollte nach nordkoreanischen Angaben den Beobachtungssatelliten Kwangmyongsong-3 (zu Deutsch: Glänzender Stern) ins All bringen.

Während der Satellit nach offizieller Darstellung Daten über Wälder und Ressourcen in Nordkorea sammeln sollte, vermuten die USA und mehrere ihrer Verbündeten hinter dem Raketenstart einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Nach dem fehlgeschlagenen Raketenstart rechnen chinesische Experten als nächstes mit einen Atomtest.

Der stalinistische Staat verfolge das "klare Ziel", eine Atommacht werden zu wollen, sagte der Professor für strategische Forschung an der Parteihochschule in Peking, Zhang Liangui, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Das Scheitern des Raketenstarts werde die Pläne für den nuklearen Test nicht umwerfen.

"Es wird Einfluss auf den Atomversuch haben, weil Nordkorea jetzt möglicherweise vorsichtiger und gewissenhafter vorgehen wird", sagte der Professor. "Aber ich glaube nicht, dass sie den Zeitpunkt des Tests vorziehen oder verschieben werden." Sowohl der Start der Rakete mit dem angeblichen Satelliten und der geplante Atomtest gehörten zu Nordkoreas Plänen, in den Kreis der Atommächte vorzustoßen.

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