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"Gerechtigkeit" gefordert

Wieder Proteste nach Tod von schwarzem US-Teenager

Nach dem tödlichen Schuss auf einen unbewaffneten schwarzen Teenager im US-Staat Florida haben am Samstag tausende Amerikaner für Gerechtigkeit und gegen Rassismus demonstriert.

© APA
 

Kundgebungen fanden unter anderem in Washington, New York, Chicago und Tampa statt. Allein in Washington forderten zwischen 2.000 und 3.000 Demonstranten nahe des Weißen Hauses "Gerechtigkeit für Trayvon".

Der 17-jährige Trayvon Martin war am Abend des 26. Februar in Sanford im US-Staat Florida von einem 28-jährigen Mitglied einer Bürgerwehr erschossen worden. Martin war unbewaffnet und befand sich auf dem Weg zur Wohnung der Verlobten seines Vaters, als er erschossen wurde. Der Schütze George Zimmerman erklärte, aus Notwehr gehandelt zu haben. Die Polizei schenkte seinen Angaben Glauben und nahm ihn nicht fest.

Dabei beriefen sie sich die Exekutivbeamten auf das das "Stand Your Ground"-Gesetz, das den Bürgern von Florida ein besonders weitgehendes Recht auf Selbstverteidigung einräumt. Trotzdem leitete das Justizministerium aber inzwischen Ermittlungen ein.

Proteste reißen nicht ab

Seit der Fall vor kurzem US-weit publik wurde, reißen die Proteste nicht ab, weil die Behörden zunächst nicht gegen Zimmerman vorgingen. Sie machten geltend, dass erste Untersuchungen nicht genügend Beweise für ein kriminelles Verhalten erbracht hätten. Nun wird sich aber am 10. April eine Grand Jury (Anklagekammer) mit dem Fall beschäftigen und darüber entscheiden, ob Anklage wegen Mordes erhoben werden soll.

Eine schwarze Separatisten-Gruppe, die New Black Panther Party, setzte ein "Kopfgeld" in Höhe von 10.000 Dollar für die "Gefangennahme" Zimmermans aus. Sie veröffentlichte auf ihrer Website ein Fahndungsfoto Zimmermans. In Florida wurde nach Medienberichten ein 68-Jähriger festgenommen, der den inzwischen aus dem Amt geschiedenen Polizeichef von Sanford mit dem Tod bedroht hatte. Vor der Polizeiwache in Sanford protestierten das dritte Mal in dieser Woche Anhänger der New Black Panther Party.

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