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Anschlag in Indien bringt den Iran in die Zwickmühle

Noch ist unklar, ob der Iran wirklich hinter den Anschlägen auf Israelis in Indien und Georgien steckt, doch so oder so könnte der Iran ordentlich in die Sackgasse geraten. Indien ist für den Iran nämlich wichtigster Reislieferant und Abnehmer von Öl.

© AP
 

Der Anschlag auf israelische Diplomaten in Neu-Delhi droht die Handelsbeziehungen Indiens mit dem Iran zu belasten. Der Chef des indischen Verbandes der Reisexporteure, Vijay Setia, nannte die Entwicklung besorgniserregend. "Das wird die Handelsatmosphäre zwischen Indien und dem Iran belasten", sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Es wird die Dinge komplizierter machen und dem Handel schaden." Indien hat sich bisher ablehnend zu den Sanktionen von USA und EU geäußert.

Israel beschuldigt den Iran

Am Montag hatten Unbekannte in Indien und auch in Georgien Bombenanschläge auf israelische Diplomaten verübt. In Neu-Delhi wurden vier Menschen verletzt. Israel beschuldigte den Iran und die radikale Hisbollah, hinter den Anschlägen zu stecken. Die Führung in Teheran wies die Vorwürfe zurück.

Indien ist derzeit der größte Abnehmer von Öl aus dem Iran und zugleich der wichtigste Reislieferant des Handelspartners. Beide Länder suchen nach anderen Wegen des Zahlungsverkehrs, weil die Sanktionen des Westens gegen die Führung in Teheran wegen des iranischen Atomprogramms die bisherige Praxis im Zahlungsverkehr erschweren. Indien erwägt, seine Ölrechnung an den Iran über jährlich elf Milliarden Dollar verstärkt über Gegengeschäfte zu begleichen. Neben Reis exportiert Indien insbesondere Weizen in den Iran.

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