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Esel und Co als tierische Therapeuten

Am Freitag wurden in Voitsberg Zertifikate für tiergestützte Pädagogik am Bauernhof vergeben. Die Steirer sind Pioniere.

© Heike Krusch
 

Esel sind stur. Das ist allgemein bekannt. "Stimmt nicht", meint Anneliese Kollegger, die mit einem Zertifikat als tiergestützte Pädagogin am Bauernhof ausgezeichnet wurde. "Sie sind nur sehr schlau und machen einfach nicht alles, was man ihnen sagt." Kollegger ist eine unter 18 Bäuerinnen und Bauern, die diese noch neue Ausbildung (eine Kooperation des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung kurz ÖKL und des Ländlichen Fortbildungsinstituts kurz LFI) absolviert hat. 13 der 18 Teilnehmer stammen übrigens aus der Steiermark. "Die Steirer sind auf diesem Gebiet echte Pioniere", so LFI-Leiterin Lisl Leitner und Projektleiterin Kornelia Zipper unisono. Mit sechs von zehn österreichweiten ÖKL-zertifizierten Bauernhöfen wird die Vorreiterrolle noch weiter unterstrichen.

So vielzählig das Angebot, so vielfältig ist es auch. Denn tiergestützte Pädagogik am Bauernhof umfasst sowohl die Arbeit mit alten oder psychisch kranken Personen wie auch die Beschäftigung mit Kindern oder Menschen mit Beeinträchtigung. Mit der Ausbildung erhalten Landwirte, die bereits einen psychosozialen Grundberuf haben, eine Zusatzqualifikation und können die pädagogische Tätigkeit als zusätzliche Einnahmequelle am Hof nutzen. "Dass Delfine eine beruhigende und therapeutische Wirkung auf Menschen haben, weiß nämlich mittlerweile fast jeder", sagt Zipper. "Aber auch all unsere Nutztiere am Bauernhof besitzen diese Fähigkeiten." Sogar der sture Esel, der sich nach einigen Anläufen dann doch bequemt, vor die Linse des Fotografen zu treten. Gerade in die Kamera zu schauen, interessiert ihn aber wenig. Da kann selbst die gerade erst zertifizierte tiergestützte Pädagogin Kollegger nichts ausrichten.

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