Werbegag Einwohner von Fucking dürfen nun gratis Pornos schauen

Ortschaften aus aller Welt, deren Namen sexuell interpretiert werden können, werden Teil des "Premium Places"-Programms eines Porno-Anbieters. Auch die oberösterreichische Gemeinde Fucking ist dabei.

´Gratis Pornos für die Bewohner Fuckings
Gratis Pornos für die Bewohner Fuckings © APA/FESL
 

Eindeutig zweideutig kann der Ortsname der oberösterreichischen Gemeinde Fucking verstanden werden. Das ist nicht immer ganz einfach für die Bewohner des Ortes. Spott  und Häme sowie der regelmäßige Diebstahl ihres Ortsschildes gehören zu ihrem Alltag. Genau das macht sich nun der Pornoanbieter "Pornhub" zunutze. So sollen die Einwohner von Fucking und 49 anderen Orten mit sexuell konnotierten Namen weltweit einen "Pornhub-Premium-Places"-Account erhalten. Das bedeutet: Gratispornos für alle Bewohner.

Die Sex-Film-Seite hat dies in einem Promotion-Video kundgetan. "Lasst uns allen Scherzkeksen zeigen, dass man sich nicht schämen muss, wenn man in Anus oder Orgy lebt", heißt es in der Aussendung. "Es ist ein Privileg. Jeder mag Sex und Pornos, also lasst uns alle anderen eifersüchtig machen", so Pornhub.

Andere Leidensgenossen von Fucking sind übrigens Dildo, Fort Dick, Horneytown oder Petting.

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

haumioh
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KROTTENDORF - PIESENDORF

darf man jetzt gratis Froschschenkel essen und in Piesendorf zu jeder Hausmauer .......

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paulrandig
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haumioh - auch in Italien:

in Caorle gibt's gratis Van Gogh Selbstportraits. Und in Bibione werden Kater gratis kastriert.
Oder so.

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eleasar
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Pornhub verdient Millionen mit der Werbung für sexuelle Ausbeutung.

Das Unternehmen fährt weltweit Werbeaktionen, da es als Gratis-Video-Plattform auf neuen Content, neue Gratis-Videos angewiesen ist. Umso mehr User, desto mehr Werbeeinnahmen. Die negativen Auswirkungen werden verschwiegen.

Pornografie schädigt nicht nur das Gehirn und wirkt negativ auf Beziehungen, sie ist auch untrennbar mit Prostitution und Sexhandel verbunden. Für die Konsumenten scheint Pornographie eine Fantasiewelt endlosen Vergnügens zu sein, aber diejenigen, die an der Herstellung von Pornos mitwirken, haben oft Erfahrungen mit Drogen, Krankheiten, Sklaverei, Vergewaltigung und Missbrauch. Dieses Unternehmen baut auf einem System der Ausbeutung auf und ist nicht wohltätiger als eine Tabakfirma, die Gratis-Tabak verschenkt, um Leute zum Rauchen zu bringen.

Mich wundert, wie unreflektiert die Medien auf diesen Marketing-Zug aufspringen. Gerade von der Kleinen Zeitung hätte ich mir eine etwas differenziertere Berichterstattung erwartet.

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nasowasaberauch
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Selten so einen Schwachsinn gelesen!

Pornografie schädigt nicht nur das Gehirn und wirkt negativ auf Beziehungen...

Und onanieren ist eine Sünde, gell.

Auch ist garantiert nicht jeder Darsteller oder Darstellerin Opfer von Menschenhandel und Gewalt. Wahrscheinlich ist der Anteil höher als beim Durchschnittbürger, aber da über einen Kamm zu scheren halt ich auch für nicht richtig.

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homerjsimpson
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Eine echt miese Werbeaktion...

...aber unter welchen Umständen meinen Sie würden Pornos das Gehirn schädigen, oder meinen Sie grundsätzlich exzessives Fernsehen? Sonst bitte bei den echten Problemen bleiben (soziale, Frauenhandel, Kinderpornos etc). und nicht merkwürdige Theorien rausblasen, die wenig haltbar sind und Ihr Argument schwächen. Bei Pornokonsum ist der Schaden ebenso wie bei vielem andern wenn durch die Sucht zu sehen, im Umfeld der Industrie liegt aber sehr viel im Argen wie Sie richtig schreiben.

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eleasar
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@ homerjsimpson und nasowasaberauch

Danke für Ihre Antworten. Gerne liefere ich Ihnen 2 Studien mit Fakten zu den Auswirkungen auf das Gehirn:

- Studie 1:
“Structural Correlates and Functional Connectivity Associated With Pornography Consumption. The Brain on Porn“ (Juli 2014)
Veröffentlichung: Fachmagazin „JAMA Psychiatry“.
Die Wissenschaftler untersuchten 64 erwachsene Männer im Alter von 21 bis 45 Jahren. Insgesamt beschäftigten sich die Teilnehmer im Schnitt vier Stunden pro Woche mit pornografischen Darstellungen.

Die Auswertung der Ergebnisse zeigte einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Stunden, die die Probanden in der Woche mit pornografischem Material verbringen, und der Größe der grauen Substanz im gesamten Gehirn.
In der MRT -Volumetrie hatten Männer mit hohem Pornokonsum einen deutlich verkleinerten Schweifkern (Nucleus caudatus): Je mehr Zeit sie mit Pornos verbrachten, umso kleiner war diese Hirnstruktur. Der Schweifkern ist etwa wichtig, um eine Belohnung zu entdecken und wahrzunehmen, um zwischen Belohnungen zu differenzieren und um die Motivation zu erzeugen, eine Belohnung zu erlangen. Er ist daher auch für die Fokussierung der Aufmerksamkeit entscheidend.

„Das könnte bedeuten, dass der regelmäßige Konsum von Pornografie das Belohnungssystem gewissermaßen ausleiert“, sagt Simone Kühn, Erstautorin der Studie und Wissenschaftlerin im Forschungsbereich Entwicklungspsychologie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.

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eleasar
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Studie 2

- Studie 2:
"Neural Correlates of Sexual Cue Reactivity in Individuals with and without Compulsive Sexual Behaviours" von Dr. Valerie Voon, University of Cambridge in England

Die Studie zeigt die extreme Ähnlichkeit von Pornoabhängigen zu Drogenabhängigen. Pornografie schädigt das Gehirn fast genau so wie Drogenabhängigkeit.
Für diejenigen, die denken, dass Pornos nur "harmlose Unterhaltung" sind, zeigt uns die Wissenschaft die Wahrheit - Pornosucht ist real und es ist wirklich die neue Droge in unserer Gesellschaft.

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@ nasowasaberauch
Und ja, es werden auch Beziehungen und Ehen dadurch zerstört. Es gibt Herz-zerreissende Berichte von Betroffenen. Jahrelanger verborgener Pornokonsum, Heimlichkeit, Lüge, Vertrauensbruch, gebrochene Versprechen, Versuche aufzuhören, Resignation und schließlich Trennung...

Aber es gibt Hoffnung! Mehr und mehr Menschen schließen sich zusammen und kämpfen für ein besseres, pornofreies Leben. Kein leichter Weg, aber ein lohnenswerter! Als ehemals selbst Betroffener weiß ich, wovon ich spreche.

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homerjsimpson
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Interessant.

War mir nicht bekannt, abgesehen von Sucht durch Pornos. Wobei 4 Stunden / Woche ja nicht grad wenig ist sondern extrem.
Probleme im Umfeld der Industrie halte ich aber weiterhin für 100 Mal wichtiger, Sucht ist überall eine Gefahr, da sehe ich bei Pornos keine erhöhte im Vergleich zu Fresssucht und anderen Suchterkrankungen.

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paulrandig
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Nein.

Nicht jeder mag Sex und Pornos. Was soll der Blödsinn? Ich mag nur eines der beiden, und sind sicher nicht Pornos.

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homerjsimpson
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Die Werbebotschaften einer Porno-Plattform..

...braucht man denke ich nicht ernst nehmen. Allerdings kann man schwer leugnen, dass Milliarden Pornos im Jahr von vielen Dutzenden Millionen Usern und mehr angeschaut werden, also ein massiver Markt vorhanden ist.

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paulrandig
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homerjsimpson

Stimmt natürlich. Und man darf nur einmal raten, welche Branche am heißesten umworben wird, wenn es darum geht Standards für Videoformate festzulegen. Das war beim guten alten VHS so, und das ist derzeit bei den VR-Brillen wieder genau dasselbe...

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