Dichter Rauch im Stiegenhaus hatte den Bewohnern eine selbstständige Flucht unmöglich gemacht. Drei Personen wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht. Die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, wurde stark beschädigt und ist derzeit unbewohnbar.

Ein Anrufer meldete gegen 8.45 Uhr in der Bezirksalarmzentrale Krems den Brand, der diensthabende Disponent alarmierte daraufhin die Feuerwachen Hauptwache und Egelsee. "Ein Kamerad, der in der Siedlung wohnt, hat noch versucht, die Tür zur Wohnung zu öffnen, konnte das aber wegen der starken Hitzeentwicklung nicht mehr machen", erzählte Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Gerhard Urschler.

Schwelbrand 

Beim Eintreffen des ersten Tanklöschfahrzeuges war zu sehen, dass Rauch aus einer Wohnung im ersten Obergeschoß austrat, außerdem war das Stiegenhaus über alle Etagen blickdicht verraucht. "Vermutlich hat es sich zunächst um einen Schwelbrand gehandelt, der in der Nacht ausgebrochen ist. Wir nehmen an, dass in der Früh eine Fensterscheibe geplatzt ist und das Feuer Sauerstoff bekommen hat", so Urschler. Die Feuerwachen Gneixendorf und Rehberg wurden nachalarmiert.

Der erste Atemschutztrupp ging mit einer Löschleitung vor und sicherte die Tür zur Brandwohnung. Um zu verhindern, dass sich der Rauch weiter ausbreitet, wurde ein mobiler Rauchverschluss gesetzt, während sich weitere Atemschutzgeräteträger durch das Stiegenhaus arbeiteten, um zu kontrollieren, ob sich dort Personen aufhielten oder Wohnungstüren geöffnet waren. Während dieser Kontrolle machten sich die Bewohner einer benachbarten Wohnung bemerkbar. "Sie wurden mit Fluchthauben ins Freie gebracht und dort dem Roten Kreuz übergeben", so Urschler.

In der betroffenen Wohnung hatten die Einsatzkräfte null Sicht. Zunächst war unklar, ob sich jemand in den Räumen aufhielt. Als die Bewohnerin gegen 10.00 Uhr zurückkehrte, konnte Entwarnung gegeben werden.

Schwere Schäden

Der Brand selbst war bereits 20 Minuten nach der Alarmierung gelöscht. Das Wohnzimmer wurde komplett zerstört, mehrere andere Räume der Wohnung wurden verrußt. Auch im Stiegenhaus gebe es starke Rauchschäden, weil die Brandentrauchung über eine Klappe nicht funktioniert habe.

Das Feuer dürfte nach Rücksprache mit den Brandursachenermittlern von einem Adventkranz ausgegangen sein: "Zwar wurden die Kerzen ausgeblasen. Allerdings bedeutet eine ausgeblasene Kerze nicht, dass diese nicht mehr brennt. Das wird oft unterschätzt", meinte der Feuerwehrkommandant. Das Stiegenhaus wurde belüftet, gegen 11.30 Uhr wurde der Einsatz beendet.