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Kelag saniert Stromnetz

Die technische Lebensdauer des Kärntner Stromnetzes ist am Ende. Die Kelag saniert landesweit und gibt Tipps zum Energiesparen daheim.

© APA
 

Wie kann man als Privater Energie sparen? Der größte Brocken, der oft buchstäblich zum Fenster hinausgeht, ist Heizenergie. "Heizen ist das laufende Beheben von Baumängeln", formuliert der Klagenfurter Passivhaus-Planer Dieter Tscharf. Wer sein Haus auf Passivhaus-Standard sanieren lässt, spart bis zu 80 Prozent CO2.

Die Kelag eröffnet im Herbst in Klagenfurt ein Energieberatungszentrum. Dort gibt es Energiespartipps. Nicht nur für Häuslbauer, denn klimaschützen kann jeder. Ein neuer Kühlschrank spart gegenüber Kühl-Methusalems rund 90 Prozent an Strom.

Aber nicht nur die Privaten sind gefordert, zu sanieren. "Vielleicht gibt es bald überall in Kärnten Siedlungen, in denen am Abend Elektroautos angesteckt werden. Das heutige Stromnetz würde sich da verabschieden", sagt Hermann Egger, Vorstandssprecher der Kelag. Daher beabsichtigt das Unternehmen, das greise Kärntner Stromnetz, das sechzig Jahre auf dem Buckel hat, zu erneuern. 150 Millionen Euro hat die Kelag 2009 investiert, 2010 wird die gleiche Summe aufgewendet. Bestehende Kraftwerke müssen durch neue Technologie leistungsstärker werden.

Hinfällig ist das alte Prinzip "jeder Stadt ihr Kraftwerk": Mehr alternative Energie wird ins Netz gespeist, etwa durch Windräder, die sich in der Pampa drehen und von dort in Ballungszentren gebracht werden müssen. Zum Puffern von Produktionsspitzen kommen Pumpspeicher zum Einsatz, die neuen Netze sollen den Transport verbessern.

Einen deutlichen CO2-Fußabdruck - etwa ein Drittel der Haushaltsenergie - hinterlässt das Auto. Aber selbst Optimisten schätzen, dass der flächendeckende Einsatz von Elektroautos noch Jahre dauern wird. Schwachstellen müssen eliminiert werden. "Die Akkus werden immer besser, am Aufbau eines Tanknetzes wird gearbeitet", sagt Harald Kogler von der Kelag.

Einen vergleichsweise geringen Schadeffekt hat übrigens die mit viel Getöse bekämpfte Glühbirne: Nur rund zwei Prozent der Haushaltsenergie wird für Beleuchtung aufgewendet.

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