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Zuletzt aktualisiert: 19.11.2011 um 05:10 UhrKommentare

Was wurde aus 10.000 Euro?

Wie soll man sein Geld in unsicheren Zeiten anlegen? Wir haben rückblickend sieben Invest-Varianten durchleuchtet.

Foto © APA

3. Jänner 2011, der erste Banktag des neuen Jahres. Von der Dimension der anstehenden Krise ahnten damals nicht einmal selbst ernannte Crash-Propheten etwas. Wer an diesem Tag 10.000 Euro investierte, könnte nun – Stand Mitte November – entweder einen ordentlichen Schnitt gemacht haben oder mit weniger als der Hälfte seines investierten Kapitals dastehen. "Die Unsicherheiten aus Finanz, Politik und Wirtschaft spiegeln sich eben im Portfolio jedes Anlegers wider", sagt ein Banker. Wir haben sieben unterschiedliche Anlage-Varianten für Sie durchleuchtet.

Gold

Gold Wer zu Jahresbeginn Gold kaufte – und jetzt verkaufen würde, würde bei 10.000 investierten Euro 2575 Euro Gewinn machen. Der Preis für eine Unze liegt aktuell knapp über 1700 Dollar. Wer allerdings sein Gold Mitte September verkauft hätte, hätte dafür einen Preis von über 1900 Dollar pro Unze bekommen. Was auffällt: Für Gold finden sich in Krisenzeiten immer Käufer. Allerdings wirft Gold weder Zinsen noch Rendite ab. Die Gewinne kann nur "mitnehmen", wer das Gold auch verkauft.

Österreichische Staatsanleihen

10.000 Euro im Jänner investiert, machen im November 10.496 Euro aus. Neben Gold sind Staatsanleihen die einzige Investment- Variante, bei der ein realer Vermögenszuwachs unterm Strich steht. Bei Sparbüchern fraß die Inflation die Zinserträge auf.

Täglich fälliges Sparbuch

Täglich fälliges Sparbuch Wer 10.000 Euro auf ein Eckzinssparbuch legte, von dem man es jeden Tag beheben kann, steht nun immerhin mit 41,99 Euro mehr da. Wobei 25 % Kapitalertragssteuer noch abgezogen werden müssen. Netto bleiben nach elf Monaten auf der Bank gerade einmal rund 30 Euro.

Sparbuch mit 1 Jahr Bindung

Die Zinsen für auf ein Jahr gebundene Sparbücher liegen immer noch unter der Inflationsrate. Derzeit würde man bei dieser Anlage- Variante bei 113 Euro Zinsen halten. Wer derzeit eine Drei-Jahresbindung eingeht, kann sein Geld zumindest wertstabil anlegen.

ATX

Wer sein Geld zu gleichen Teilen quer über die Titel des ATX, des Index der Wiener Börse, investiert hat, ist um rund 3100 Euro ärmer – vorausgesetzt natürlich man würde jetzt die Aktien verkaufen, wovon allerdings alle Experten abraten.

ATX Top 3

ATX – Top3 Auch wenn man nur die drei Top-Performer der Wiener Börse heranzieht, wäre man seit einem Einstieg am 1. Jänner mit 700 Euro im Minus. Konkret liegt nur die Strabag mit 9,8 % im Plus. Das geringste Minus verzeichnen Andritz mit – 1,9 % und Schoeller-Bleckmann mit – 4,6 %.

THOMAS CIK

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