"App-Gefahren"
"There's an App for that", sagt Apple und treibt seine Monopolstellung immer weiter vorwärts. Nur Google hält tapfer dagegen.

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Der durchschnittliche Smartphone-Benutzer hat 20, gibt etwa 10 Euro dafür aus, verwendet aber nur fünf intensiv. Gemeint sind Apps, jene Miniaturprogramme für iPhone und Android-Geräte, die ein Smartphone – nun erst richtig – smart machen. Rund 425.000 Apps sind derzeit in Apples AppStore verfügbar. Googles Gegenstück, der Android Marketplace, bietet etwa 300.000 an. Während bei Apple bis dato 14 Milliarden Miniaturprogramme geladen wurden, hinkt Google mit drei Milliarden noch etwas nach.
Apple verdient mit
Apps erweitern den Funktionsumfang der Smartphones in alle Richtungen, nicht umsonst wirbt Apple mit dem Slogan "There?s an App for that." – "Dafür gibt es eine App." Der Clou: Viele der nützlichen Programme sind kostenlos (und damit oft werbefinanziert), nur ein Viertel aller Downloads aus dem Apple Store sind auch bezahlte Programme, wobei Spiele die Hitliste anführen. Apple, Hersteller des iPod Touch, des iPhones und iPads – die drei Geräte können derzeit mit Apps umgehen – verdient dabei königlich und behält sich 30 Prozent des Umsatzes mit Kaufprogrammen ein, 70 Prozent gehen an die Entwickler. Googles Marketplace hingegen leitet 100 Prozent der Einnahmen aus einem Verkauf an die Entwickler weiter.
Wohin die Reise geht, lässt sich nur erahnen: Apples Vormachtstellung in Sachen digitalem Einkauf (Musik, Filme, Bücher, Medien, Apps) ist schon jetzt bedenklich. Durch die untrennbare Bindung der Inhalte an die eigene Hardware gilt der Konzern aus Cupertino inzwischen längst als die graue Eminenz der Medienbranche. Dass das Unternehmen gerne die Muskeln spielen lässt, merkt man an jenen Apps, denen der Zugang zum Store verwährt wurde: Das Programm Podcaster wurde abgelehnt, weil Apple eine Bedrohung für seine Software iTunes fürchtete. Auch die beliebte Video-Software VLC verschwand über Nacht.
















