Geballte Kraft der Sieger
Die Zeiten sind schwierig, aber der Wille zum Durchstarten und der Optimismus sind ungebrochen: Das ist die Botschaft der Primus-Gala 2010, bei der wieder die Besten der Besten aus dem steirischen Wirtschaftsleben ihre verdiente Würdigung erhielten.

Foto © Peter Melbinger
Die stimmungsvoll arrangierte Primus-Gala in der Grazer Helmut-List-Halle begann mit einem Knalleffekt: Abseits der bewährten Primus-Kategorien wurden heuer zwei Extraklasse-Leistungen ausgezeichnet, die weltweit Aufsehen erregt hatten. Das Leobener Unternehmen Östu-Stettin erhielt einen Sonder-Primus für die Bergung der verschütteten Kumpel in Chile, wo eine Schachtförder-Anlage made in Styria zum Einsatz gekommen war. "Wir denken noch oft daran zurück", erklärten die Retter, die von Bundeskanzler Werner Faymann den Primus überreicht bekamen.
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Ebenfalls ein Extra-Primus ging an den Grazer Helmut Marko, den Berater des erfolgreichen Red-Bull-Teams, das heuer den Formel-1-Weltmeistertitel holen konnte. Marko über den Moment des Triumphes: "Mir sind die Tränen gekommen. Wir sind stolz, dass wir Ferrari, McLaren und Mercedes besiegt haben." Den Primus-Stab übergab Kleine Zeitung-Geschäftsführer Walter Walzl.
Moderatorin Ingrid Thurnher führte in bewährter Weise durch den Abend, der unter dem Eindruck der vielen herausragenden Einzelleistungen zu einem vielstimmigen Fest der geballten heimischen Wirtschaftskraft geriet. So wurde bei der spannenden SMS-Abstimmung in der Kategorie Geistesblitz flächendeckend die Meinung laut, dass eigentlich alle drei nominierten Firmen preiswürdig seien. Gewonnen hat am Ende das Unternehmen Bionic Surface mit einer ultraleichten Folie, die den Luftwiderstand von Flugkörpern verringert.
Die anderen Kategorien sahen ebenfalls strahlende und würdige Primus-Gewinner: Das Warenhaus Kastner&Öhler mit seinem spektakulären Totalumbau entschied die Kategorie Mut für sich. Bei den "Stillen Größen" waren am Ende die in Bruck ansässigen Stahlwerksbauer von Inteco an der Spitze. Für Unternehmenskultur wurden die Haarspezialisten "Great Lengths" ausgezeichnet, wo es frauen- und familienfreundliche Arbeitsplätze gibt. Und ein Comeback-Primus ging an die ELIN Motoren.
Die bestens gelaunten Besucher - die erfolgreiche steirische Wirtschaft war praktisch zur Vollversammlung angetreten - zeigten sich ebenso beeindruckt wie die prominenten Laudatoren. Tenor des Abends: Die Zeiten sind schwierig und einige Hürden müssen gemeistert werden, aber der Wille zum Durchstarten ist unvermindert vorhanden.
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Die Steiermark ist das Innovationsland Nummer eins in Österreich, das beweisen auch unsere Unternehmer. Natürlich waren auch die steirischen Betriebe massiv von der Krise betroffen, aber es gibt wieder Rückenwind. Der Primus rückt diese unternehmerischen Leistungen ins richtige Licht, das ist gut so, daran können und wollen wir uns alle orientieren.
Christian Buchmann, Landesrat
Die Kleine Zeitung möchte mit dem Primus ein Zeichen gegen die Schwerkraft der Krise setzen. Wir wollen Unternehmen ins Licht stellen, die mutig über die Grenzen hinausdenken und hinaushandeln, die sich mit Exzellenz kleine, feine Nischen erobert haben und in diesen zu den Besten der Welt gehören. Die Sieger leben vor, was möglich ist, in diesem Land.
Hubert Patterer, Chefredakteur
Mut, Risikobereitschaft, Innovationskraft und Durchhaltevermögen - das zeichnet unsere Betriebe in der Steiermark aus. Die steirischen Unternehmer denken in Generationen und nicht in Quartalen. Ich bin daher auch für jeden Wirtschaftspreis dankbar, weil es wieder eine Chance ist, der Wirtschaft Gesichter und Namen zu geben.
Ulfried Hainzl, WK-Präsident













