Sie setzen auf den Erfolgsfaktor M wie Mitarbeiter
Über den Tellerrand schauen und intern eins sein – Unternehmenskultur ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg. Wer sie pflegt, gewinnt.

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Das Herzstück eines Unternehmens sind die Mitarbeiter. Ohne ihre Leistung und ihr Engagement gäbe es keine nachhaltigen Erfolge. Jenen Betrieben, die den breiten Bogen der Unternehmenskultur vom Umgang mit den Mitarbeitern über Weiterbildung, Lehrlingsarbeit, Familienfreundlichkeit und Gesundheitsförderung spannen, gebührt Respekt und – wie Juror Hubert von Goisern sagt: ?Großes Lob all jenen, die über den Tellerrand hinaus blicken und aufeinander zu- und eingehen.“
Bei den drei Nominierten ist Unternehmenskultur täglich erlebbar. Die Noris Feuerschutzgeräte GmbH ließ das Führungshandbuch von den Mitarbeitern erstellen, Great Lengths setzt auf einen Betriebskindergarten und Fensterhersteller Gaulhofer erstellte ein neues Mitarbeiterprogramm.
Die Mitarbeiter leben und regieren mit
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Foto vergrößernFeuer und Flamme für ihre Mitarbeiter: die Noris Feuerschutzgeräte GmbH Foto © KK
Wer sagt, Führung müsse immer von oben nach unten gelebt werden? Noris-Geschäftsführer Robert Slameczka ließ die rund 60 Mitarbeiter – Norisianer, wie er sie nennt – ein Führungshandbuch erstellen. Es habe ?schon bei seiner Entstehung zu leben begonnen“, sagt Slameczka. In den Mitarbeitern sehe er den ?wahren Schlüssel zum Erfolg“. Das Einbeziehen der Mitarbeiter trägt auch in anderen Bereichen Früchte. Bei einem Mitarbeiterworkshop im Oktober wurden Ideen gesammelt, um künftig weitere Arbeitsfelder zu schaffen.
Die Weiterbildung hat in dem Traditionsbetrieb, der 2011 das 80-jährige Bestehen feiert, ebenso hohe Priorität wie gesellschaftliche Verantwortung. Unter anderem wird der Verein Feuerball – brandverletzte Kinder und Jugendliche – unterstützt sowie an Schulen über das Thema Brandschutz und über ethisches Verhalten in der Wirtschaft referiert. Gemeinsam mit dem Grazer Unternehmen ?Gain & Sustain“ engagiert man sich für das Projekt ?Chancen geben – Chancen leben“, in dem Manager jugendliche Straftäter beim Wiedereinstieg ins Berufsleben unterstützen.
Vereinbarkeit ist der absolute Trend
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Foto vergrößernDer Betriebskindergarten bei Great Lengths in St. Stefan im Rosental ist gut besucht Foto © Kanizaj
Der Betriebskindergarten bei Great Lengths in St. Stefan im Rosental ist gut besucht Grafik © Kanizaj
Spürbar wird die Unternehmenskultur bei Great Lengths in St. Stefan im Rosental schon, wenn man den Betriebskindergarten betritt. Während sich die Mütter um das Tagesgeschäft des Weltmarktführers für Haarverlängerung und -verdichtung kümmern, also um Bestellungen oder die Koordination von Workshops und Schulungsprogrammen für die Partnerbetriebe, werden die Kinder den ganzen Tag betreut.
Geschäftsführerin Anita Lafer und ihr Team sorgen für die zu (fast) 100-Prozent weibliche Belegschaft rundherum für lebenswerte Arbeitsbedingungen. Auf Gesundheitsförderung wird großer Wert gelegt, deshalb werden regelmäßig Seminare mit Diätologin Angelika Neuhold angeboten. In den gemeinsamen Mittagspausen, die dem Biorhythmus der Mitarbeiterinnen angepasst sind, wird auf ausgewogene Ernährung gesetzt und ein Restaurant aus dem Ort beauftragt, regionales und ausgewogenes Essen zu liefern. Die rund 40 Mitarbeiterinnen von Great Lengths in der Oststeiermark danken es mit Leistung – etwa 15 Millionen Euro werden in der Zweigniederlassung umgesetzt.
Transparenz in allen Arbeitsbereichen
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Foto vergrößernEngagierte Führungsriege rund um Geschäftsführer Manfred Gaulhofer Foto © Kanizaj
Das Familienunternehmen Gaulhofer hat sich nicht nur beim Umsatz viel vorgenommen. Rund 140 Millionen Euro will man bis 2012 schaffen. Mit dem umfassenden Mitarbeiterprogramm Ginko hat man nun in puncto Kommunikation etwas von dauerhaftem Wert geschaffen – und bedient sich dabei ungewöhnlicher Helfer. Drei Unternehmenswerte wurden gemeinsam mit dem österreichischen Zeichner Chris Scheuer in Form von Comics visualisiert. Hauptdarsteller sind Ameisen, Bienen, Wildgänse und ein Feldhamster. ?Das Vermächtnis des Arthur Ziggy“ heißt die Geschichte, die den Mitarbeitern die Unternehmenswerte – im Groben Sinnstiftung, Selbstbestimmung und Motivation – veranschaulichen sollen. ?Das sollen alle mittragen, das ist eine klare Verpflichtung des Managements“, sagt der Geschäftsführer des Übelbacher Fenster- und Türenherstellers, Manfred Gaulhofer. ?Wenn alle Bescheid wissen, können es auch alle einfordern.“ Im Rahmen von regelmäßig organisierten Workshops wird dann auch offen mit dem Management diskutiert. Soziales Engagement zeigt Gaulhofer etwa bei der Unterstützung des Homeless World Cup Teams der Caritas.











