Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
21. Mai 2013 09:01 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Zuletzt aktualisiert: 23.10.2009 um 12:00 UhrKommentare

Post: Mehr Service mit weniger Personal?

Der neue Postchef Pölzl will den ehemaligen Monopolisten mit einer Serviceoffensive für die endgültige Marktöffnung Anfang 2011 und die Konkurrenz durch E-Mail fit machen.

Gebürtige Steirer Pölzl

Foto © Gebürtige Steirer Pölzl

Die Liberalisierung werde der Österreichischen Post AG zwar Mengen- und Margenverluste bringen, andererseits sei der verstärkte Pakethandel durch Onlinebestellungen auch wieder eine Chance, so Georg Pölzl vor Journalisten. Welche Auswirkungen hier ein Aus des Versandhändlers Quelle für die Post hätte, lasse sich nicht beziffern. Branchenkenner meinen, dass bei einem Konkurs der Österreich-Tochter des deutschen Unternehmens 500 Postler betroffen sind. Pölzl betonte jedenfalls, dass die Post nicht selbst in den Versandhandel einsteigen werde.

Telekomprofi Pölzl

Interessanter sei schon der Ausbau des Handy- und Kleinartikelgeschäftes in den Postfilialen (Pölzl: "Postämter gibt es nicht mehr"). Der gebürtige Steirer ist ein ausgewiesener Telekomprofi, er war Chef von max.mobil (nunmehr T-Mobile Austria) und Boss von T-Mobile Deutschland, bevor er Anfang Oktober in der Chefetage der teilstaatlichen börsenotierten Post Platz nahm. In seiner früheren Funktion habe er gemerkt, wie sehr Firmen bei den Postleistungen rationalisieren, gab Pölzl zu bedenken.

Auch die Post AG müsse weiter sparen, damit verbunden sei eine weitere Reduktion des Mitarbeiterstandes von derzeit knapp 26.000 Postlern. Umso wichtiger sei die Möglichkeit, den Beamten andere Jobs anzubieten, wie etwa in der Verwaltung der Polizei. Von den für heuer und nächstes Jahr insgesamt geplanten 1.000 neuen Verwaltungspolizisten sollen rund die Hälfte von der Post kommen, hofft Pölzl.

Diejenigen, die sich bisher für den neuen Job gemeldet haben, kämen überwiegend aus dem Filialbereich. Ziel müsse es sein, auch für jene knapp 500 unkündbaren Mitarbeiter in den "Job- und Karrierecenters" eine sinnvolle Beschäftigung zu finden, meinte der Nachfolger von Anton Wais, der überraschend aus Gesundheitsgründen zurückgetreten war. Derzeit drehen die Beschäftigten primär Daumen. Pölzl: "Der Grundgedanke war die Qualifizierung der Mitarbeiter und dort müssen wir auch wieder hin".

Private Zusteller kein Thema

Pläne, die Post künftig von privaten Zustellern in die Haushalte zu bringen, seien vom Tisch. Dies sei aufgrund des neuen (günstigeren) Post-Kollektivvertrages nicht mehr nötig. Wird das Postmarktgesetz wie geplant umgesetzt - wovon der neue Postboss ausgeht - dann stellt sich ohnehin nicht mehr die Frage der Dumping-Konkurrenz, da die Mitbewerber der Post dann Löhne zahlen müssen, die denen der Postler entsprechen.

Bei den - nun nicht mehr so genannten - Postämtern hofft Pölzl künftig auf weniger Einmischung durch die Politik. "Niemand käme auf die Idee, einem privatwirtschaftlichen Unternehmen die Zahl der Filialen vorzuschreiben", so Pölzl. Wie berichtet hatte Verkehrsministerin Doris Bures (S) der Post, die sich zur Hälfte im Staatsbesitz befindet, schon zweimal mittels Bescheid die Schließung von weit über 100 Ämtern verboten.


Privatisiert

Ob die Post AG weiter privatisiert werden soll, wollte Pölzl nicht kommentieren. Dies sei ausschließlich eine Entscheidung der Politik. Die SPÖ hatte sich in der Vergangenheit immer gegen einen weiteren Verkauf von Staatseigentum ausgesprochen, während die ÖVP dies nicht ausschließen wollte.

KLEINE.tv

Tourismus: Kärnten will Wertschöpfung erhöhen

Die Tourismusverantwortlichen in Kärnten ziehen eine positive Bilanz des...Bewertet mit 4 Sternen

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 




Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression

Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Die Primus-Gala und ihre Gewinner 

Die Primus-Gala und ihre Gewinner

 

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang