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Zuletzt aktualisiert: 28.08.2009 um 15:23 UhrKommentare

Postler zur Polizei: 40 Beamte wechseln am 1. September

28 Post-Bedienstete und zwölf Telekom-Bedienstete wechseln mit 1. September "auf freiwilliger Basis" ins Innenministerium, um dort die Polizei zu entlasten.

Foto © APA

"Der Poersonal-Wechsel ist ein weiterer Beitrag um unsere Sicherheit aktiv zu gestalten", sagte Innenministerin Maria Fekter. Die Staatsbetriebe Post und Telekom Austria haben für hunderte unkündbare Beamte keine Verwendung. Sie sind in "Karriere- und Entwicklungscentern" (KEC) geparkt.

Die 40 Mitarbeiter, die nun dem Innenministerium zugeteilt werden, kommen in großen Polizeidienststellen mit mehr als 20 Polizisten zum Einsatz, größtenteils in Ballungsräumen. "Weniger Verwaltungstätigkeit bedeutet mehr Zeit auf der Straße zur Kriminalitätsbekämpfung für unsere Polizei", so Fekter. 17 Bedienstete werden in Wien eingesetzt, 13 Bedienstete in Niederösterreich und zehn Bedienstete in Oberösterreich.

Auf "Probe"

Die Bediensteten werden nach dem Postentlohnungsschema bezahlt und haben eine Probephase von mindestens zwei Monaten. Zu Beginn werden sie in einer zweiwöchigen Grundschulung sowie einer anschließenden sechswöchigen Einschulung am Arbeitsplatz in der jeweiligen Polizeiinspektion vorbereitet. Fekter will den neuen "und den noch kommenden" Mitarbeitern "eine langfristige Berufsperspektive" bieten und zugleich "eine dauerhafte Entlastung der Polizei" schaffen.

SPÖ und Post-Gewerkschaft hatten ursprünglich Kritik an den Plänen Fekters geübt, schon mit Anfang September die ersten Postler ins Innenministerium zu übernehmen. Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) sagte Mitte August, dass der Wechsel erst im Spätherbst möglich sein wird. Gewerkschaftschef Gerhard Fritz (S) bezeichnete die Pläne als "unrealistisch".


Reaktionen

Die strong>Post-Gewerkschaft hat sich grundsätzlich erfreut darüber gezeigt, dass 40 Post- und Telekom-Bedienstete mit 1. September ins Innenministerium wechseln.

Es handle sich dabei allerdings um ein strong>befristetes Pilotprojekt, betonte Gewerkschaftschef Gerhard Fritz gegenüber der APA. Nun sei Innenministerin Maria Fekter (V) gefordert, rasch Planstellen einzurichten, um den Post- und Telekom-Bediensteten eine langfristige Perspektive zu sichern.

Kritik

Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) sieht in der Ankündigung von Innenministerin Maria Fekter (V) "noch keine seriöse Gesamtlösung". Die Dienstzuteilungen seien befristet und würden den Betroffenen deshalb keine Job-Sicherheit bieten, erklärte Heinisch-Hosek.

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