Entwarnung kam zu früh
Auf der Homepage der Gemeinde Globasnitz steht "Postamt bleibt erhalten!". Die Post AG teilte gestern mit, man sei noch auf Partnersuche.

Foto © APA/SchlagerDie Post AG ist noch auf der Suche nach einem Ersatz für das Postamt in Globasnitz
Gestern Vormittag meldete sich der Pressesprecher der Post AG für Kärnten und Steiermark, Andreas Pachler, in der Redaktion der Kleinen Zeitung mit dem Hinweis: "Rufen Sie einmal die Seite www.globasnitz.at auf." Dort findet sich der Eintrag "Post bleibt erhalten!" - und zusammenfassend steht zu lesen, dass "nach erfolgreichen Verhandlungen der Gemeinde mit der Postvertretung" am Donnerstag, dem 12. März erfreulicherweise mitgeteilt werden könne, dass das (und weiter fett gedruckt) "Postamt in Globasnitz erhalten bleibt". Voraussichtlich erfolge aber eine Kürzung der Öffnungszeiten.
Weitere Kriterien. Pachler: "Das wurde so nicht von uns gesagt." Das Postamt in Globasnitz falle wie weitere 30 Ämter in Kärnten und drei im Bezirk von der Wirtschaftlichkeit her in jene Größenordnung, wo ein Betrieb mit 20 Stunden ausreichend sei. Aber es gebe weitere Kriterien: "Von den Öffnungszeiten müssen auch die Bewohner vor Ort etwas haben. Etwa Pendler, die erst am Abend nach Hause kommen, müssen die Möglichkeit haben, einen eingeschriebenen Brief oder ein Paket abholen zu können", sagt Pachler. Deshalb halte man es in diesem Fall für sinnvoller, einen passenden Postpartner zu suchen.
Kein Interesse. Bürgermeister Paul Robnig (SPÖ) erklärt, er habe bereits mit allen Betrieben in Globasnitz gesprochen, doch keiner zeige Interesse an einer Postpartnerschaft, was er bei dem Gespräch am Donnerstag der Post AG auch mitgeteilt habe. Pachler: "Vor Ende Juni bis zur Vorlage der neuen Universaldienstverordnung gibt es ohnehin keine Entscheidung." Und bis dahin sei man noch auf Partnersuche.













