Teure Energie: Kommt wieder autofreier Tag?
Angesichts der hohen Energiepreise ruft der Verkehrsexperte Hermann Knoflacher zur Wiederbelebung des autofreien Tages auf. Er appelliert an die Österreicher, ihr Auto einmal in der Woche stehen zu lassen.

Foto © APAuch der Umstieg auf das Fahrrad soll gefördert werden
Der Verkehrsexperte Hermann Knoflacher von der
Technischen Universität Wien fordert einen gesetzlich
vorgeschriebenen tageweisen Autoverzicht: "Ich bin für die Einführung
des autofreien Tages. Das ist ein Denkanstoß, zu dem eigentlich jede
Regierung verpflichtet sein müsste", sagte Knoflacher in der
ORF-Sendung "Konkret". Dabei sollten autofreie
Tage "wirksam" eingeführt werden und nicht nur an eine Autonummer
gebunden sein - dann würden nämlich viele einfach auf ihr
Zweitfahrzeug umsteigen.
Umstieg auf Öffis.
Mit der Einführung autofreier Tage würden die Menschen "mehr auf
öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, sinnvoller mit dem Auto umgehen
und sich die lokale Wirtschaft erholen", glaubt Knoflacher. Er
verwies auf die hohen Energiepreise: "Wir stehen mit dem Rücken zur
Wand, die kurzfristige Entlastung wird nicht anhalten, der
Benzinpreis wird sich massiv weiterentwickeln." In den USA sollen die
Menschen laut dem Experten "in ihrer Not Blockarbeit machen, nämlich
an vier Tagen zehn Stunden, um sich einen Tag Auto zu ersparen. Sie
führen also unter sich einen autofreien Tag ein."
Features
Fakten
Schon in den 70er Jahren gab es gesetzlich vorge-
schriebene
autofreie Tage. Die Ölkrise des Jahres 1973
hatte eine deutliche Rezession ausgelöst, der Ölpreis stieg von rund
drei auf über fünf Dollar pro Barrel. Um Treibstoff zu sparen, wurde
in Österreich ein auto-
freier Tag pro Woche verordnet.
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Verkehrsexperte Hermann Knoflacher





