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Geht mit Energiesparlampen doch das falsche Licht auf? Klimawandel spült giftige Fische ins Mittelmeer Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Klima Nächster Artikel Geht mit Energiesparlampen doch das falsche Licht auf? Klimawandel spült giftige Fische ins Mittelmeer
Zuletzt aktualisiert: 07.02.2008 um 15:02 Uhr

200 Millionen Klimaflüchtlinge bis 2050

Eine Auseinandersetzung mit der Erderwärmung in der Naturdoku "Unsere Erde".

Die Temperaturänderung ist eines der vielen Probleme

Foto © APDie Temperaturänderung ist eines der vielen Probleme

Im Kampf gegen den Klimawandel appelliert der frühere EU-Agrarkommissar und jetzige Präsident des Ökosozialen Forums, Franz Fischler, an die moralische Verpflichtung eines Jeden, den Prozess der globalen Erwärmung zu mildern. "Ein Drittel aller Pflanzenarten werden an den Folgen der Klimaveränderung aussterben. Die Erderwärmung ist zwar nicht mehr zu stoppen, aber die Treibhausgas-Emissionen können reduziert werden", sagte Fischler im Rahmen einer Podiumsdiskussion anlässlich der Filmpremiere "Unsere Erde" am Mittwochabend in Wien.

Ansteigen des Meeresspiegels. Schätzungen der UNO zufolge werden in den nächsten 40 Jahren bis zu 200 Millionen Menschen vor den Auswirkungen des Klimas flüchten müssen. Nicht nur die Temperatur und das ganze atmosphärische Umfeld ändere sich, auch das Ansteigen des Meeresspiegels wirke sich bereits derzeit auf den Lebensraum von rund 15 Millionen Menschen aus, sagte die Klimatologin und Meteorologin Helga Kromp-Kolb. In Österreich sei vor allem der alpine Raum von der Erderwärmung betroffen, aber auch der Südosten des Landes musste in den vergangenen acht Jahren mit der Dürre kämpfen.

Heimische Tierwelt betroffen. Auch die heimische Tierwelt ist vom schleichenden Prozess des Aussterbens betroffen, Eiszeitrelikte wie Schneehase und Schneehuhn werden aufgrund von Schneemangel und Erwärmung ihre Lebensgrundlage verlieren. Andererseits sei es auch sehr wahrscheinlich, dass neue Tierarten bis in die alpinen Täler vordringen werden, so Wildbiologe Klaus Hackländer.

Steigerung der Energieeffizienz. Wichtigste Maßnahme zum Schutz der Natur seien laut Fischler die Steigerung der Energieeffizienz sowie der Umstieg auf alternative Energieträger. Anreize dafür sollen vor allem mit einer ökologischen Steuerreform geschaffen werden. "Einerseits soll menschliche Arbeit steuerlich entlastet, andererseits müssen nicht unbedingt notwendige Energieverbräuche höher besteuert werden." Dass der Wandel von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern möglich sei, betonte auch der Geschäftsführer des Österreichischen Biomasseverbandes, Josef Plank: "Notwendig wird ein Umdenken bis zum Verbraucher. Beispielsweise könnten allein 1.200 heimische Landgemeinden mittels Einsatz von Biomasseheizungen, Solartechnik und Biogastreibstoff sich fast autark mit Energie versorgen und so rund 7,5 Millionen Tonnen CO2, rund zehn Prozent des österreichischen Gesamtverbrauches, einsparen."

Liebeserklärung an den Planeten. Die Verbindung von Politik und Wissenschaft sieht der Chef der ORF-Reihe "Universum", Walter Köhler, im Dokumentarfilm: "Im Grunde betreiben wir Marketing für die Natur. Wir zeigen, was wir an Schönheit verlieren könnten, denn nur so wird unser Verantwortungsbewusstsein geweckt. Und es ist uns möglich, die Natur zu schützen." Diesem Motto hat sich auch der Film "Unsere Erde" verschrieben. Die Dokumentation versteht sich als Liebeserklärung an unseren Planeten und thematisiert die Folgen der globalen Erwärmung. Gezeigt werden beeindruckende Luft- und Nahaufnahmen von Landschaften und Tieren. "Unsere Erde" startet am 8. Februar, in den österreichischen Kinos.


Fakten

Der Dokumentarfilm "Unsere Erde" startet am 8. Februar in den österreichischen Kinos.

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Grafik © APA

Grafik vergrößernTreibhausgas-Emissionen in ÖsterreichGrafik © APA

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