Klimawandel-Kritiker soll Daten manipuliert haben
Schwere Vorwürfe gegen den renommierten Geophysiker Vincent Courtillot: Er soll bei einem seiner Artikel die Daten zurechtgestutzt haben, um seine These zu stützen.

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Der renommierte französische Geophysiker Vincent
Courtillot, der die Schuld des Menschen an der Erderwärmung
anzweifelt, ist der wissenschaftlichen Fälschung bezichtigt worden.
Der französische Klimaforscher Edouard Bard warf Courtillot vor, in
einem im Jänner in der US-Fachzeitschrift "Earth and Planetary
Science Letters" erschienenen Artikel die Daten zurechtgestutzt zu
haben.
Um These zu stützen.
Courtillot und seine Co-Autoren hatten in dem Artikel einen
Zusammenhang zwischen dem Magnetfeld der Erde, Sonnenstrahlung und
der Temperaturveränderung hergestellt. Bard behauptete jetzt in der
gleichen Zeitschrift, die Ergebnisse seien manipuliert worden, um die
These zu stützen.
Mensch nicht schuld.
Courtillot ist Leiter des Instituts für Erdphysik in Paris. Er ist
davon überzeugt, dass der Klimawandel nur über einen sehr langen
Zeitraum verstanden werden kann. Deshalb könnten klimatische
Veränderungen in den vergangenen Jahrhunderten nicht eindeutig auf
Faktoren wie eine erhöhte CO2-Konzentration in der Atmosphäre,
kosmische Strahlung oder den Erdmagnetismus zurückgeführt werden.
Gegen Klimabericht.
Courtillot stellt sich mit seiner These gegen die Studien des
UN-Klimarats IPCC, dessen Befunde die Rolle des Menschen beim
Klimawandel stützen. Der gesundheitlich angeschlagene Courtillot
konnte nicht für eine Stellungnahme erreicht werden.
Features
Klimakonferenz
Basierend auf dem letzte Woche in Bali ausgehan-
delten Fahrplan soll
bis 2009 eine neue weltweite Klima-Übereinkunft für Zeit nach
2012 beschlossen werden. Knackpunkt war bis zuletzt eine
Auseinander-
setzung zwischen Entwick-
lungsländern und Indus-
triestaaten
über die Verpflichtungen der ärmeren Länder in einem künftigen
Klimaabkommen gewesen.





