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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2007 um 07:33 Uhr

44 Milliarden Euro-Paket für Afrika und Osteuropa

Im Kampf gegen Krankheiten wollen die Staatschefs den betroffenen Ländern unter die Arme greifen.

Große Vorhaben verbinden: Bush und Merkel am Verhandlungstisch

Foto © APAGroße Vorhaben verbinden: Bush und Merkel am Verhandlungstisch

Nach ihrem Klimaschutz-Kompromiss nehmen die G-8-Länder am heutigen Freitag Hilfen für Afrika und ein milliardenschweres Programm zum Kampf gegen gefährliche Krankheiten wie Aids in Angriff. Die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" berichtete, der Gipfel in Heiligendamm habe sich auf ein Programm im Wert von 44,5 Milliarden Euro zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie auch Malaria oder Tuberkulose geeinigt. Aus Delegationskreisen hieß es am Donnerstagabend allerdings, eine endgültige Entscheidung stehe noch aus und falle möglicherweise am Freitagvormittag.

Treffen. Zum letzten Tag des Gipfels werden die Staats- und Regierungschefs der G-8-Staaten mit ihren Kollegen aus mehreren afrikanischen Staaten und aus den wichtigsten Schwellenländern zusammentreffen. Bei der Sitzung mit den Regierungsspitzen aus Ägypten, Ghana, Algerien, Nigeria, Südafrika und Äthiopien wollen die führenden Industrieländer und Russland ein Zeichen setzen, dass dem afrikanischen Kontinent besondere Bedeutung zukommt.

Auch Hilfe für Osteuropa. Die "FAZ" berichtete, das Geld aus dem 44,5 Milliarden-Paket solle nicht nur Afrika, sondern auch Osteuropa zugute kommen. In der Abschlusserklärung sollten allerdings ein verbindlicher Zeitplan und konkrete Finanzzusagen einzelner Länder vermieden werden, hieß es unter Berufung auf deutsche Delegationskreise.

Geteilte Kosten - geteilte Meinung. Die Aufstockung der Hilfen um rund 45 Milliarden Euro war von US- Präsident George W. Bush vorgeschlagen worden. Davon wollen die USA die Hälfte übernehmen, der restliche Betrag soll nach Vorstellungen Washingtons von den G8-Partnern kommen. Einige Länder sollen sich angesichts der hohen Summen skeptisch gezeigt.

Verstärkte Zusammenarbeit. Große strategische Bedeutung misst die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel einem Treffen mit den Staats- und Regierungschef von China, Indien, Südafrika, Brasilien und Mexiko bei. Dabei soll der Grundstein für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen der G-8-Gruppe und diesen aufstrebenden Schwellenländern gelegt werden. Diese Kooperation soll "Heiligendamm-Prozes" genannt werden.

Diskussion um KLimaschutz. Nachdem sich die G-8-Staaten am Donnerstag nach langem Ringen auf einen Kompromiss beim Klimaschutz geeinigt hatten, dürften bei den Treffen in diesem Punkt allerdings Unterschiede zwischen den Industriestaaten und Schwellenländern deutlich werden. Es wird damit gerechnet, dass die Schwellenländer gegen zu hohe Auflagen beim Klimaschutz Front machen. Der Kampf gegen die Erderwärmung dürfe nicht auf Kosten des Wachstums in den fortgeschrittenen Entwicklungsländern gehen, warnte Indiens Regierungschef Manmohan Singh am Donnerstag in Berlin.


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