Biodiesel überschwemmt den heimischen Markt
Von den knapp 400.000 Tonnen Biodiesel aus Österreich werden von der OMV lediglich 120.000 Tonnen abgenommen - Preise fallen kräftig.

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Eine Antwort auf den steigenden CO2-Ausstoß im
Verkehr ist die Zugabe von Raps bei Diesel - auch wenn ein Großteil
des heimischen Biodiesels aus dem Ausland kommt, wofür teilweise der
CO2-Speicher Regenwald gerodet wird. Ein positiver Nebeneffekt des
Biodieselbooms ist jedenfalls, dass den heimischen Landwirten ein
neues Standbein geschaffen wurde, das nun allerdings in Gefahr
scheint.
Zuviel Diesel. "Götterdämmerung in der Biodieselbranche", schreibt das
Fachmagazin "Erdöldienst" in der aktuellen Ausgabe. Demnach ist
zuviel Biodiesel am Markt, was die Preise bereits stark fallen habe
lassen - und es könnte noch weiter nach unten gehen. Erst kürzlich
hatte der deutsche "Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und
Treibstoffe" vermeldet, dass in der deutschen Biodiesel-Branche seit
Ende der Steuerbefreiung im August 2006 rund 15.000 Arbeitsplätze
weggefallen sind.
OMW alleiniger Abnehmer. Dass Österreich zwar nur einen Teil des Biodieselbedarfs deckt,
selber aber viel zu viel Biodiesel produziert, erklärt sich dadurch,
dass hierzulande nur die OMV Biodiesel abnimmt. Der Biodiesel der
anderen Tankstellenbetreiber kommt aus dem Ausland. Etwa aus
Indonesien, das, wie Kritiker bemängeln, dafür die Regenwälder
rodet. Laut "Erdöldienst" werden in Österreich knapp 400.000 Tonnen
Biodiesel produziert, aber nur etwas 120.000 Tonnen werden von der
OMV abgenommen. Der Rest muss auf dem Weltmarkt untergebracht werden.





