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  • 23. Juli 2014 23:51 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 10.07.2008 um 19:41 UhrKommentare

    Klimaziele: Österreich wird zum Sitzenbleiber

    Österreich hat einen dringenden Handlungsbedarf in der heimischen Klima- und Umweltpolitik, so Experten. Immer mehr zeigt sich auch, dass die hohen Treibstoffpreise gut für das Klima sind.

    Wifo-Chef Karl Aiginger rügt Österreich wegen seiner Klimapolitik

    Foto © APAWifo-Chef Karl Aiginger rügt Österreich wegen seiner Klimapolitik

    Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) ortet dringenden Handlungsbedarf in der heimischen Klima- und Umweltpolitik. "Eine Zielverfehlung ist abzusehen", betonte Wifo-Chef Karl Aiginger am Donnerstag vor Journalisten. Österreich habe sich zwar hohe Ziele gesteckt, aber die bisher realisierten Maßnahmen reichten nicht aus, um diese zu erreichen. Die derzeit hohen Energiepreise können laut Wifo-Experten zum Umweltschutz beitragen.

    Viel bleibt offen. Es sei hinlänglich bekannt, dass Österreich "tief im Kyoto-Malus" stecke, erklärte Wifo-Expertin Angela Köppl. So seien im Jahr 2006 91,1 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen worden, laut Kyoto-Ziel sollen es im Mittelwert 2008 bis 2012 jedoch nur 68,8 Mio. Tonnen pro Jahr sein. Das Defizit mache demnach 22,3 Mio. Tonnen CO2 aus - 9 Mio. Tonnen wurden durch Zertifikate aus dem Ausland zugekauft. Daher bleibe eine offene Reduktionserfordernis von 13,3 Mio. Tonnen CO2, so die Expertin.

    Teure Preise gut für das Klima. Die verbesserte Emissionsintensität und gesteigerte Nutzung erneuerbarer Energieträger haben bisher nicht genügt, um die Ziele in greifbare Nähe zu rücken. Das Ansteigen der Energiepreise wird von den Wifo-Fachleuten als ein Vorteil gesehen, einen Anreiz für die Verbesserung der Energieeffizienz zu schaffen und den CO2-Ausstoß zu drosseln.

    Erzwungene Anpassung. So bewirke eine Treibstoff-Verteuerung um 10 Prozent einen Rückgang des PKW-Verkehrs zwischen 2 und 3 Prozent, rechnete Wifo-Fachmann Franz Sinabell vor. Die Haushalte seien allerdings "weniger in der Lage" sich anzupassen, sagte Sinabell. Im Winter müsse weiterhin geheizt werden, um eine bestimmte Raumwärme zu erhalten. In produzierenden Bereichen könnte es durch verteuerte Energie zu Reduktionen zwischen 3 und 8 Prozent kommen.


    Fakten

    Dass der Treibstoffver-
    brauch bei hohen Preisen zurückgeht
    , bestätigen auch aktuelle Zahlen. So stieg laut Wifo der Preis für Benzin im ersten Quartal 2008 um 20,1 Prozent und die Menge ging um 3,9 Prozent zurück. Bei Diesel war das Bild ähnlich: Der Preis kletterte um 24,8 Prozent in die Höhe und die Menge reduzierte sich um 2,6 Prozent.

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