Energiepreise animieren Österreicher zum Energiesparen
Die Energiepreisexplosion hat die Bereitschaft zum Energiesparen in den vergangenen Monaten erhöht, geht aus der jüngsten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market hervor.

Foto © APDie Energieeffizienz veränderte sich in den letzten sechs Monaten merklich
Durch einen umweltbewussten Einsatz von Energie im täglichen
Leben fühlt sich mittlerweile mehr als ein Drittel (35 Prozent) der
Österreicher eingeschränkt - ein deutlicher Anstieg um 14 Prozent im
Vergleich zur Messung im November 2007. "Da hat sich viel getan in
den Köpfen der Bevölkerung", sagte market-Insitutsvorstand David
Pfarrhofer heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz.
Kostendruck. Der Kostendruck steigert das Interesse am Thema Energieeffizienz.:
71 Prozent der Befragten stufen dieses Thema als sehr wichtig ein
(plus 9 Prozent), ein weiteres Viertel beurteilt es als wichtig. Für
fast die Hälfte (45 Prozent) ist Energiesparen deshalb wichtig, "weil
Energie bzw. der Strom immer teurer wird" und "weil alles teurer
wird".
Kosten- statt Energiebrille. Der Schutz der Umwelt ist nur noch für 10 Prozent ein Anstoß zu
mehr Energieeffizienz - im November waren es noch 13 Prozent. "Vor
einem halben Jahre hatten wir noch etwas mehr die Ökobrille auf,
jetzt ist es mehr die Kostenbrille", so Pfarrhofer. Mehr als die
Hälfte der Befragten hat den Angaben zufolge bereits
Energiesparlampen im Einsatz (56 Prozent) und verzichtet auf den
Stand-by-Betrieb bei Elektrogeräten (54 Prozent).
Effiezente Geräte. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) kauft energieeffizientere
Geräte, und 30 Prozent haben ihr Heizgerät bereits überprüfen lassen.
Zu neuen Fenstern haben sich den Angaben zufolge 28 Prozent
entschlossen, zu einer Fassadendämmung fast ein Viertel (23 Prozent).
Aber nur jeder Fünfte hat ein sparsameres Auto angeschafft.
Richtige Zeit gekommen. Um energieeffizienter zu leben, ist laut Meinung der Befragten die
Zeit des Handels gekommen. Dabei wird deutlich mehr Initiative von
den Energieversorgern erwartet - 56 Prozent halten diese für die
Umsetzung im Bereich Energieeffizienz verantwortlich, vor sechs
Monaten meinten dies erst 46 Prozent.
Rechtliche Vorgaben. An rechtlichen Vorgaben mangelt es nicht: Die Umsetzung der in der
EU-Richtlinie zu Energieeffizienz und Energiedienstleistungen
beschlossenen Zielvorgaben sollte bereits seit 1. Jänner laufen - mit
dem "sehr ambitionierten Ziel, den Energieverbrauch allein durch
effizientere Nutzung um insgesamt 9 Prozent bis 2016 zu senken", rief
der Geschäftsführer der EnergieAllianz Austria, Thomas Irschik, in
Erinnerung.
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Mehr als ein Drittel kauft energieeffizientere Geräte, und 30 Prozent haben ihr Heizgerät bereits überprüfen lassen. Zu neuen Fenstern haben sich den Angaben zufolge 28 Prozent entschlossen, zu einer Fassadendämmung fast ein Viertel (23 Prozent). Aber nur jeder Fünfte hat ein sparsameres Auto angeschafft.





