Umweltminister ist "Spitzenflieger" der Regierung
Mit knapp 68.000 Flugmeilen im Vorjahr schlägt Pröll sogar die zum Vielreisen verdammte Außenministerin Plassnik. Verteidigungsminister Darabos ist der Spitzenfahrer unter Österreichs Politikern.

Foto © APAJosef Pröll muss sich rechtfertigen
Gerade Umweltminister Josef Pröll (V) ist der
Vielflieger der Regierung. Das ist das Ergebnis einer
parlamentarischen Anfrage der Grünen, über deren Beantwortung durch
die Regierungsmitglieder in den Samstag-Ausgaben von "Österreich" und
"Oberösterreichischen Nachrichten" berichtet wird. Demnach hat Pröll
im Vorjahr 67.795 Meilen im Flugzeug zurückgelegt und damit sogar die
zum Vielreisen verdammte Außenministerin Ursula Plassnik (V) hinter
sich gelassen, die nur auf 64.633 Meilen kam. Prölls Klimabilanz: 22
Tonnen an CO2-Emissionen wurden verflogen. Kritik kommt von der Grünen Umweltsprecherin Ruperta
Lichtenecker: "Das ist
absolut skurril. Er lebt nicht das, was er propagiert."
Faymann vertraut auf die Bahn. Spitzenreiter bei den Straßenkilometern ist Verteidigungsminister
Norbert Darabos (S), der Innenminister Günther Platter (V) mit fast
99.000 zurückgelegten Kilometern auf Platz zwei verweist. Als
fleißigster Bahnfahrer erwies sich Infrastrukturminister Werner
Faymann (S) mit 3.884 Kilometer zurückgelegten Kilometern. Ebenfalls
oft in den ÖBB zu sehen war Sozialminister Erwin Buchinger (S), der
auf Rang zwei folgt.
Rechtfertigung. Umweltminister Josef Pröll begründet seine hohe Zahl an
geflogenen Kilometern mit notwendigen Reisen im Vorjahr. So würden
etwa die große Umweltkonferenz in New York und die Klimakonferenz auf
Bali hier in der Bilanz zu Buche schlagen. Zudem habe Pröll als
Umwelt- und Landwirtschaftsminister fast jedes Monat zwei Reisen zu
EU-Räten nach Brüssel zu unternehmen, erläuterte sein Sprecher
Samstagvormittag gegenüber der APA.
Features
Special
Klimaprogramm für Flüge
Der Sprecher von Minister Pröll wies die Kritik zurück: Für jeden Flug eines
Ministeriumsmitarbeiters werde eine "Klimabilanz" erstellt. Zum Ausgleichen dieses Flug-"Minus"
werde entsprechend in
Klimaschutz-
projekte investiert.
Foto

Darabos ist viel im Auto unterwegs Foto © APA





