Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 31. Oktober 2014 21:52 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    US-Balkanbank mit Lizenz aus Österreich US-Fonds greift nach Balkan-Hypo Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Hypo Alpe Adria Nächster Artikel US-Balkanbank mit Lizenz aus Österreich US-Fonds greift nach Balkan-Hypo
    Zuletzt aktualisiert: 27.12.2012 um 16:10 UhrKommentare

    Wifo-Bankenexperte Hahn urgiert Schließung der Hypo

    Franz Hahn, Bankenexperte beim Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), hat am Donnerstag seine Empfehlung bekräftigt, die Ende 2009 notverstaatlichte Hypo Alpe Adria Bank zu schließen. Die Hypo hält das für fahrlässig.

    Foto © KLZ/Weichselbraun

    Die Bankenkrise sei nicht vorbei. Sie werde erst dann vorüber sein, wenn der Schock, den die Finanzkrise ausgelöst habe, aus den Bankenbilanzen verschwunden sei, sagte Hahn im Hörfunk-Mittagjournal. Das werde noch einige Jahre dauern und noch ganz fundamentale Konsolidierungsanstrengungen erfordern. Immer noch gebe es viele faule Kredite, die die Banken abzuschreiben hätten. Und insgesamt gebe es zu viele Banken in Österreich.

    Seit den 1990er Jahren sei die Zahl der Banken im Land von 1.200 auf 800 gesunken. Diese Zahl könnte sich nach Meinung des Experten in den nächsten zehn Jahren noch halbieren. Die Institute müssten Unternehmensgrößen erreichen, die ihnen tatsächlich ein effizientes Geschäftsmodell ermöglichten.

    Ein effizientes Geschäftsmodell spricht Hahn der Kärntner Hypo derzeit gänzlich ab. Sinnvoll wäre es, würde man der Öffentlichkeit mitteilen, dass die Strategie nur sein könne, diese Bank aus dem Markt zu nehmen. Es liege in der Verantwortung der Politik, die Bank so zu schließen, dass die Kosten für die Steuerzahler so gering wie möglich ausfallen. Nichtsdestotrotz meint auch Hahn, dass die Milliarden, die schon in die Hypo gesteckt wurden, wohl nicht zurückkommen werden.

    Der Experte urgierte ein Insolvenzrecht für die Banken. Auch müsse die Bankenaufsicht künftig vorbeugend so agieren können, dass es gar nicht so weit kommt, Banken wieder vor dem Zusammenbruch retten zu müssen. Hahn plädiert zudem für Eigenkapitalvorgaben, die über den Konjunkturzyklus variabel sein sollten.

    Hypo schießt sich nach Schließungsidee auf Wifo-Experten ein

    Ein Sprecher der notverstaatlichten Kärntner Hypo hat die Idee des Wifo-Bankenkexperten Franz Hahn, die Bank zu schließen, am Donnerstagnachmittag massiv kritisiert. Die Schließungsforderung sei "für das Unternehmen aus mehreren Gründen weder nachvollziehbar noch entspricht sie dem verantwortungsvollen Umgang eines Wirtschaftswissenschafters mit sensiblen Organisationen wie Banken und dem Bankenplatz Österreich", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA. Es handle sich um eine "fahrlässige Ferndiagnose in Richtung Kreditschädigung".

    Hahn würde der Hypo "mit ihren 1,3 Mio. Kunden unreflektiert ein effizientes Geschäftsmodell absprechen", was nur an "mangelnden Informationen liegen" könne. Schließlich handle es sich bei der staatlichen Hypo um ein "Institut, das sich mit seinen operativen Bankeinheiten ausgeglichen in sieben Ländern trotzt schwierigster Marktbedingungen behauptet und nebenbei eine enorme Abbau- und Sanierungsleistung (rund zehn Mrd. Euro, Anm.) bewältigt", so der Sprecher.

    Die Beurteilung des Geschäftsmodells obliege zu aller erst den heimischen Aufsichtsbehörden und der EU, so der Bankenvertreter, der sich noch weiter auf Hahn einschoss: "Es ist bedauerlich, dass sich ein Mitarbeiter des renommierten Wifo weder seiner Verantwortung noch seiner früheren Aussagen bewusst zu sein scheint."

    Hahn habe anno 2009 in einem Zeitungsartikel gemeint, die Hypo sei eine systemische Größe, die man nicht ungeordnet in den Konkurs gehen lassen könne und sich für eine geordnete Abwicklung ausgesprochen. "Und daran sowie an der (Re-)Privatisierung der bereits ausgeschriebenen operativen Bankteile arbeiten 6.000 Hypo-Mitarbeiter", so der Bankensprecher.


    Mehr Hypo Alpe Adria

    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      Analyse: Hypo Alpe Adria ist als Bank Geschichte

      Die 2009 notverstaatlichte Problembank Hypo Alpe Adria (gegründet 1896 a...Noch nicht bewertet

       

      Eigentümer

      Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

       

      Grafik: Konzernstruktur

      Quelle: APA
       


      Grafik: Kärntens Finanzen

      Quelle: APA
       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!