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Zuletzt aktualisiert: 20.12.2012 um 19:32 UhrKommentare

Bankenstreit: Gericht soll Lösung finden

In der Auseinandersetzung der Kärntner Hypo Alpe Adria mit der früheren Mutter BayernLB rechnet man in Klagenfurt mit einer Gerichtslösung. Kranebitter: "Keiner soll auf die Idee kommen, wir könnten nicht zahlen."

Foto ©

Gestern waren zwei Millionen Euro an Zinszahlungen an die Bayern fällig, die von der Hypo auf ein Treuhandkonto überwiesen wurden. Ein deutlich größerer Brocken steht im Dezember 2013 an: 1,7 Milliarden Euro sind zu tilgen. Bis dahin sollen aber die Gerichte entschieden haben, ob die Rechtsmeinung der Hypo, die "während der Krise" gewährten bayerischen Kredite seien eigenkapitalstärkend und nachrangig zu bedienen, zutrifft.

Im Gespräch mit der Kleinen Zeitung zeigt sich Hypo-Vorstand Gottwald Kranebitter entschlossen: "Wir rücken keinen Millimeter ab. Solange die Bank nicht nachhaltig saniert ist, darf kein Geld an die ehemaligen Eigentümer ausbezahlt werden." Mit der Einrichtung eines Treuhandkontos - das die BayernLB ausgeschlagen hat - wollte man signalisieren, dass "niemand auf die Idee kommen soll, die Hypo könne nicht zahlen".

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat gestern neue Ermittlungsverfahren gegen zwölf Personen eingeleitet. BZÖ-Vizeklubchef Stefan Petzner zeigte diese - unter ihnen Ex-Finanzminister Josef Pröll - u. a. wegen Untreue und Bilanzfälschung vor dem Hintergrund der Hypo-Notverstaatlichung an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

UWE SOMMERSGUTER

KLEINE.tv

Analyse zum Styrian-Spirit-Urteil

Mit Schuldsprüchen und Haftstrafen von 2,5 bzw. 2 Jahren endete am Freit...Bewertet mit 4 Sternen

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


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