Kärntner Hypo bleibt auf kroatischer Alu-Gruppe sitzen
Der Alu-Deal zwischen der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank und dem Investor Michael Tojner ist geplatzt. Der Ende Jänner unterzeichnete Übernahmevertrag mit Montana Tech wurde einvernehmlich aufgelöst.

Foto © KLZ/Koscher
Der Kaufvertrag zwischen der Hypo und Tojners Montana Tech über die kroatische Aluflex-Gruppe wurde einvernehmlich aufgelöst. Dies habe sowohl die Hypo als auch die Montana Tech am Donnerstag auf Anfrage bestätigt. Das berichtet die Tageszeitung "Presse" in ihrer Freitagausgabe.
Damit wird die Hypo Alpe Adria eines ihrer größten Sorgenkinder nun doch nicht los. Bereits im Juni sprang Tojner bei der TLM ab. Damals versicherte die Hypo jedoch, dass sich der Verkauf der Aluflex "im Zeitplan" befinde. Doch nun ist auch der Aluflex-Deal gescheitert.
Die beiden kroatischen Aluminiumfirmen Aluflex und TLM erwirtschaften mit 1.100 Mitarbeitern an sechs Standorten Erlöse von 240 Mio. Euro. Aluflex ist der Bank schon 1999 nach einem stillen Ausgleich zugefallen, die TLM wurde später zugekauft. Die Firmen weisen hohe Verbindlichkeiten auf, den Betrag gibt die Bank nicht bekannt.
Die Bank will nun mit anderen Interessenten über die Übernahme von Aluflex und TLM verhandeln. Die Hypo will durch den Verkauf die Verluste aus dem kroatischen Aluminiumabenteuer begrenzen. Dem Vernehmen nach soll die Bank 200 Millionen Euro in beide Firmen gesteckt haben, so die "Presse". In der Bilanz soll der Wert beider Beteiligungen mittlerweile auf 70 Millionen Euro reduziert worden sein.













