Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 23:31 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Die Zeit verrinnt, das Geld zerrinnt Lostage für Kärntner Hypo und Fekter Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Hypo Alpe Adria Nächster Artikel Die Zeit verrinnt, das Geld zerrinnt Lostage für Kärntner Hypo und Fekter
Zuletzt aktualisiert: 03.05.2012 um 21:12 UhrKommentare

2,5 Millionen in bar behoben

Via Videokonferenz wurden Zeugen aus Liechtenstein im Hypo-Prozess befragt. Warum 2,5 Millionen in bar behoben wurden und was aus ihnen wurde, bleibt offen.

Der Bank-Platz Liechtenstein steht im Zentrum des laufenden Hypo- Prozesses

Foto © AFP Der Bank-Platz Liechtenstein steht im Zentrum des laufenden Hypo- Prozesses

Seit mehr als zwei Jahren wird die Hypo Alpe Adria Tochter in Liechtenstein bereits liquidiert. Am Donnerstag hingegen war sie vor dem Landesgericht Klagenfurt aktuell, wie lange nicht mehr. Zwei ehemalige Vorstände und zwei Liechtensteiner Rechtsanwälte standen als Zeugen im Hypo-Prozess Rede und Antwort.

"Sind Sie Gerold Hoop?", fragte Richterin Sabine Rossmann zu Beginn der Videokonferenz ins Bezirksgericht Feldkirch. "Nein ich bin der Rechtspraktikant. Soll ich Ihnen den Zeugen holen?" "Wäre nett."

Gerold Hoop, wie auch sein Bruder Wilfried Hoop waren als Anwälte in die Kapitalkonstruktion verwickelt, deretwegen sich Günter Striedinger, Wolfgang Kulterer, Gerhard Kucher und Hermann Gabriel vor Gericht verantworten müssen. "In die Strukturierung war ich nie eingebunden", betonte Hoop gleich zu Beginn. "Warum wurde der Deal über zwölf Gesellschaften abgewickelt?", will das Gericht wissen. "Das wurde mit mir nie diskutiert. Vermutlich um Klumpenrisiken zu vermeiden?"

Auch Wilfried Hoop - wie Gerold zwischenzeitlich als Beschuldigter in dieser Causa geführt, konnte, oder wollte keinen Beitrag zur Aufklärung leisten; wenngleich er seit Gründung der Hypo Liechtenstein im Aufsichtsrat vertreten war. "Diese Kredite gingen über den Kreditausschuss. Da war ich nicht vertreten." Kulterer und Striedinger hingegen schon.

Ungeklärt ist auch, warum Gabriels Schwager - er gilt am Papier als der wirtschaftlich Berechtigte des Kapitalkarussells - 2,5 Millionen Euro in bar bei der Hypo Liechtenstein behob. "Alltagsgeschäft ist keines", bekannte Markus Müller, ehemaliger Vorstand der Hypo in Liechtenstein. Nachfrage: "Warum machte man keine Überweisung?" "Weil man keine Verbindung herstellen will, zwischen dem Absender des Geldes und dem Empfänger."

Der Aussage eines Wirtschaftsprüfers, wonach er Auskünfte verweigert hatte, widersprach Müller. "Die Strukturen habe ich aufgezeigt. Nur den wirtschaftlich Berechtigten durfte ich wegen des Bankgeheimnisses nicht nennen."

Entnervte Angeklagte

"Nächste Woche Dienstag und Mittwoch geht es jeweils ab 9 Uhr weiter", schloss Richterin Rossmann den Prozess. "Wieder drei Tage, die ich blockiert bin und kein Geld verdienen kann", raunte ein entnervter Wolfgang Kulterer.


KLEINE.tv

Analyse zum Styrian-Spirit-Urteil

Mit Schuldsprüchen und Haftstrafen von 2,5 bzw. 2 Jahren endete am Freit...Bewertet mit 4 Sternen

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang