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    Zuletzt aktualisiert: 15.03.2012 um 15:37 Uhr

    Ex-Kika-Chef: "Von Absprachen erst später erfahren"

    Der Zivilprozess der Bayerischen Landesbank gegen die Hypo Alpe Adria Mitarbeiter Privatstiftung (MAPS) am Handelsgericht Wien wurde Donnerstag mit der Einvernahme von vier Zeugen, darunter Ex-Kika/Leiner Chef Herbert Koch, fortgesetzt.

    Foto © APA

    Die BayernLB ficht zwei Aktienverträge mit der MAPS aus dem Jahr 2007 an, weil sie sich unter anderem über die Eigenkapitalausstattung der Kärntner Hypo Alpe Adria arglistig getäuscht fühlt. Den Streitwert hatten die Bayern Mittwoch, auf 10 Millionen Euro reduziert.

    Koch, der von 2000 bis 2004 auch Aufsichtsratschef der Kärntner Hypo war, sagte heute als Zeuge über den Erwerb von Vorzugsaktien an der Hypo Group 2007 aus. Damals habe er, seine Frau und die Kika Möbel-Handelsgesellschaft m.b.H solche Vorzugsaktien erworben, von den Nebenabreden habe er erst später aus den Medien erfahren.

    "Kulterer ist eine Vertrauensperson"

    Für die Käufe der Vorzugsaktien sei damals ein Prokurist bevollmächtigt worden, schilderte Koch. Dieser habe die Dokumente unterfertigt. Er, Koch, habe im Vorfeld der Aktienkäufe mit Ex-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer gesprochen. "Kulterer ist eine Vertrauensperson", sagte Koch heute. Er sei damals davon ausgegangen, dass der Erwerb der Vorzugsaktien 2007 seinem Kauf von Vorzugsaktien aus dem Jahr 2004 entsprochen habe. Koch habe auch schon vor der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ausgesagt, wo er erstmals die Originaldokumente des Aktienkaufs gesehen habe, sagte der Ex-Hypo-Aufsichtsratschef.

    Neben Koch sagte auch der Klagenfurter Bauunternehmer Walter Moser aus, der 2007 ebenfalls am Hypo-Vorzugsaktien-Deal teilgenommen hatte. Er gab an, im Vorfeld von des Deals "alle substanziellen Gespräche" mit dem Ex-Hypo-Vorstand Josef Kircher geführt zu haben. Auch die Nebenabreden seien ihm bekannt gewesen. Er habe nie verstanden, warum die Kaufverträge beim Notar hinerlegt wurden und dessen "Geheimnistuerei". Er habe im Vorfeld des Investments auch mit Ex-Hypo-Chef Kulterer gesprochen. Dabei habe er Kulterer folgende sinngemäße "Wohlfühlfrage" gestellt: "Glaubst Du, kann ich mich wirklich auf das Investitionsvolumen einlassen?" Kulterer habe ihm darauf positiv geantwortet.

    Weiters wurden zwei ehemalige Geschäftsführer der Moser Beteiligungen GmbH befragt, die im Auftrag Mosers einen Kaufvertrag für die Gesellschaft unterzeichnet hatten. An weitere Details konnten sie sich heute kaum mehr erinnern.

    Der Prozess wird Freiag mit weiteren Zeugeneinvernahmen fortgesetzt, wobei nur der Bestand der Nebenvereinbarungen thematisiert werden soll. Danach plant Richterin Charlotte Schillhammer eine längere Prozesspause einzulegen, bis über die Zulassung der zahlreichen Nebenintervenienten (Streithelfer) auf Beklagtenseite rechtskräftig entschieden ist. Sie erwartet eine Fortsetzung des Verfahrens frühestens im Herbst diesen Jahres.


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      Quelle: APA
       


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