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    Zuletzt aktualisiert: 13.03.2012 um 21:16 UhrKommentare

    Hypo: "Wir verkaufen nicht um jeden Preis"

    Mit Müh und Not kann die Hypo 69 Millionen Gewinn ausweisen - Geld sieht der Staat allerdings noch keines. Dafür will man keine neue Staatshilfe.

    Foto © APA

    Ein Lebenszeichen entlang der Nulllinie. Das wollte die Hypo Alpe Adria - seit mehr als zwei Jahren eine Staatsbank - 2011 erreichen. Eine Vorgabe, die Vorstandschef Gottwald Kranebitter und Finanzvorstand Johannes Proksch zumindest nach internationalen Bilanzierungsregeln mit einem Gewinn von 69,3 Millionen Euro knapp erreichten. Dividende für die Staatshilfe wird es dennoch keine geben, denn nach österreichischem Recht weist die Bank einen Verlust von 164,7 Millionen Euro aus. Das Plus ergibt sich durch die Neubewertung eigener Anleihen.

    Optimismus

    Dennoch gaben sich Kranebitter und Proksch optimistisch: "2012 wollen wir diese Lebensfähigkeit nachweisen." Ziel sei, dass alle drei Hypo-Banken in Österreich, Italien und Südost- europa Gewinn schreiben. Operativ über den Berg ist die Hypo nach Aussagen von Proksch aber noch nicht. Für Italien und Österreich laufen die Verkaufsvorbereitungen auf Hochtouren. Ob und zu welchem Preis das gelingen könnte, steht freilich in den Sternen. In den Büchern ist die Italientochter mit 340 Millionen Euro, der Österreich-Zweig mit 110 Millionen Euro, die Hypo Südosteuropa mit 1,5 Milliarden Euro bewertet. "Wir werden sicher nicht um jeden Preis verkaufen", betonte Kranebitter.

    Die Abwicklungsbank, die nach einem Verkauf übrig bliebe, hätte Verbindlichkeiten von rund zehn Milliarden Euro. In der Hypo geht man davon aus, dass dem Sicherheiten von fünf Milliarden gegenüberstehen, die konservativ bewertet sind. Wertberichtigungen könnten drei Milliarden Euro bringen. Bis 2016 sollen die Verbindlichkeiten auf 3,3 Milliarden reduziert werden. Allein heuer muss die Hypo 2,5 Milliarden Euro Verbindlichkeiten mit Landeshaftungen zurückzahlen, nächstes Jahr sind 4,6 Milliarden fällig, davon allein 2,2 für die Bayern LB. Kranebitter und Proksch sind überzeugt, das die Bank das aus eigener Kraft schafft. Alle Töchter stünden auf eigenen Beinen, zudem gebe es einen straffen Plan für die Verwertung von Sicherheiten. Die Bank bekomme auch am Markt Refinanzierungen und verfüge über einen Liquiditätspuffer von 4,5 Milliarden Euro.

    Spannend wird es im zweiten Halbjahr: Denn noch spekuliert die Hypo darauf, dass sie als Sanierungsbank, die sich abverkauft, die zum Jahresende vorgeschriebene Eigenkapitalquote von 12,04 - aktuell hat sie 9,8 -nicht genau einhalten muss.

    CLAUDIA HAASE, THOMAS CIK

    Zahlen

    16,1 Millionen Euro kostete die CSI Hypo im Vorjahr.

    26 Millionen Euro machten Rechts- und Beratungskosten aus.

    1,938 Milliarden Euro hat die Hypo in Staatspapiere von Greichenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien, Kroatien und Ungarn investiert. Mit griechischen Staatsanleihen vorlor man 71 Millionen Euro.

    26 Prozent des Geschäfts macht die Hypo in Kroatien.

    2,549 Millionen Euro kassierten die vier Vorstände im Vorjahr. Die Aufsichtsräte bekmaen insgesamt 181.800 Euro. Ex-Manager bekamen immer noch 457.600 Euro.

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      Eigentümer

      Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

       

      Grafik: Konzernstruktur

      Quelle: APA
       


      Grafik: Kärntens Finanzen

      Quelle: APA
       


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