Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
27. Mai 2012 16:07 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332964 Mitglieder | 287 online
Kulturer & Co droht noch mehr Ungemach Münchner HVB klagt Hypo Alpe Adria auf 460.000 Euro Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Hypo Alpe Adria Nächster Artikel Kulturer & Co droht noch mehr Ungemach Münchner HVB klagt Hypo Alpe Adria auf 460.000 Euro
Zuletzt aktualisiert: 17.02.2012 um 20:30 UhrKommentare

Kärntner Hypo: Zwei Razzien wegen 400-Millionen-Geldfluss

Räumlichkeiten der Mitarbeiter-Privatstiftung und Kärntner Landesholding durchsucht. Offenbar fehlende offizielle Garantie über Geldfluss im Visier der Ermittler.

Foto © Weichselbraun

Einmal mehr wurden dieser Tage im Hypo-Umfeld Leichen aus dem Keller geholt. Kartei-Leichen. In der Mitarbeiterprivatstiftung hat es am Donnerstag eine Hausdurchsuchung gegeben. Auch die Räume der Kärntner Landesholding wurden durchsucht. Die Bank wird verdächtigt, vor dem Börsegang 2005 ihre Bilanz mit Beihilfe des Landes stark geschönt zu haben.

Die Landesholding kassierte damals in Erwartung eines Börsegangs der Hypo 500 Millionen über eine Wandelschuldverschreibung. Um das Geld als Liquidität in der Hypo zu belassen, ließ man sich auf eine gewagte Konstruktion ein: Die Landesholding gab der Hypo Mitarbeiter-Privatstiftung ein Darlehen; die Stiftung schloss einen Vermögensverwaltungsvertrag mit der Hypo; und der Vermögensverwalter, der in der Hypo saß, beschloss besagtes Geld bei der Hypo zu veranlagen.

Die Mitarbeiter-Privatstiftung zeichnete 2006 auch Vorzugsaktien im Wert von 44 Millionen Euro bei der Hypo Leasing. Diese Deals werden aus mehreren Gründen von der Staatsanwaltschaft untersucht. Einmal, weil die Bank über diese Variante ihre Bilanz angeblich besser dargestellt hat. Weiters, weil in einem Sachverständigen Gutachten die These vertreten wird, die Hypo Leasing habe für die Vorzugsaktien zu hohe Dividenden ausgeschüttet. Marktkonform hätte es laut Gutachten billigere Varianten gegeben, zu Geld zu kommen. Hansjörg Megymorez, Vorstand der Kärntner Landesholding bestreitet, dass die Holding unmittelbar von den Vorzugsaktiendeals profitiert habe. "Dass wir das Geld über die Mitarbeiterstiftung in die Hypo fließen lassen, war im Aufsichtsrat bekannt", betont Megymorez. Man habe dafür auch eine Rendite von 2,54 Prozent erhalten.

Der Kärntner Landesrechnungshof prüfte den Fall vor zwei Jahren - er kritisierte zwar das Risiko für die Steuerzahler, nicht aber die Konstruktion. Im Fokus der Ermittlungen stehen nun die Ex-Vorstände der Hypo, Wolfgang Kulterer, Siegfried Grigg und Josef Kircher sowie Vertreter der Hypo Mitarbeiterholding. Es gilt die Unschuldsvermutung.


KLEINE.tv

Hypo-III-Prozess: Haftstrafen für alle Angeklagten

Im Hypo-III-Prozess sprach Richterin Sabine Roßmann die Urteile. Die ang...Bewertet mit 5 Sternen

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang