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Zuletzt aktualisiert: 03.02.2012 um 11:23 UhrKommentare

Ditz: Aufsichtsrat durch "Aufpasser" nicht umgehen

Johannes Ditz Peschorn will nicht, dass sein Gremium und der Vorstand durch einen "Aufpasser" umgangen wird. Wolfgang Peschorn will einen solchen "Sonderbeauftragten", der Berichte direkt an die Behörden weiterleitet.

Foto © KLZ/Weichselbraun

Johannes Ditz, Aufsichtsratschef der Kärntner Hypo, will sein Gremium und den Vorstand der Bank nicht durch einen "Aufpasser" entmachtet sehen. Wolfgang Peschorn, Leiter der Finanzprokuratur und Chef der CSI Hypo, hatte vorgeschlagen, einen solchen "Sonderbeauftragten" für die Aufarbeitung der Probleme in der Bank zu installieren. Nach Vorstellung Peschorns sollte dieser direkt dem Finanzministerium berichten und nicht dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat der Bank.

Die aktienrechtliche Ordnung dürfe nicht ausgehöhlt werden. "Der Beauftragte muss dem Vorstand und dem Aufsichtsrat berichten" sagte Ditz bereits am Mittwoch den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) und wiederholte diese Forderung inzwischen in mehreren Medien. Bank-Vorstand Gottwald Kranebitter hatte hingegen am Montag vor Journalisten gesagt, er habe die Installierung eines solchen Sonderbeauftragten von Anfang an unterstützt, er werde eigenständig an den Eigentümer berichten, auch wenn er formell dem Vorstand unterstehe.

Laut OÖN haben Hypo-Sprecher Nikola Donig und Finanzministeriums-Sprecher Harald Waiglein versichert, dass die Installation des Beauftragten innerhalb des Aktienrechts erfolgen werde. Zu den Kompetenzen des Aufpassers werde ein Vetorecht bei der Bestellung von Beratern gehören. Der "Kurier" wiederum zitiert Bankkreise, dass ein von der Republik eingesetzter Sonderbeauftragter in der Hypo, der neben dem Vorstand sitze, in Geschäfte eingreife, Daten sammle und an die Finanzprokuratur liefere, aber keine Verantwortung trage, dem Aktiengesetz widersprechen würde.

Als Kandidat für den Posten wird der frühere Bawag-Staatsanwalt Georg Krakow gehandelt. Wann die Position besetzt werden kann ist aber noch offen, es muss dazu eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden - vorerst gibt es dafür aber noch keinen Termin, obwohl Peschorn schon vor Weihnachten gemeint hatte, es werde in den nächsten Woche dazu kommen. Nun sagt er laut Tageszeitung "Österreich": "Der Ball liegt bei der Bank. Sie muss die HV jetzt einberufen. Der Termin sollte unbedingt noch im Februar sein."

Quelle: APA

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