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    Zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 um 16:07 UhrKommentare

    Kärntner Hypo vom gefeuerten Vorstand verklagt

    Drei frühere Manager der slowenischen Tochter der Hypo Alpe Adria Bank, die vor fast einem Jahr wegen fragwürdiger Geschäfte gefeuert worden sind, verklagen die Bank auf Schadensersatz. Dabei soll es um mehr als eine halbe Million Euro gehen, berichten slowenische Medien.

    Foto © Weichselbraun

    Die Manager behaupten, gesetzeswidrig entlassen worden zu sein. Die Ermittlungen gegen sie sind noch nicht abgeschlossen. Die Hypo kündigt unterdessen an, selbst mit Schadensersatzklagen gegen die ehemalige Bankführung vorzugehen.

    Die Hypo Alpe-Adria hatte im Februar 2011 kurzfristig sieben ihrer Topmanager in Slowenien ausgetauscht. Dabei ging es um undurchsichtige Geldtransfers nach Liechtenstein und in andere Steuerparadiese, versteckte Provisionen, Erpressung von Bankkunden sowie die Vergabe von Krediten ohne entsprechende Besicherung, u.a. an die inzwischen insolvente slowenische Baufirma Vegrad.

    Die Ermittlungen zu diesen Geschäfte sind noch im Laufen. Die Hypo habe vor einem halben Jahr der slowenischen Staatsanwaltschaft eine umfangreiche Dokumentation übergeben, "welche den Verdacht auf kriminelle Tätigkeit der früheren Vorstandsmitglieder bestätigt", teilte der Vorstandschef der slowenischen Tochter, Alexander Picker, am Dienstag der APA mit. Es sei im Interesse der Bank, die vergangenen Geschäfte zu untersuchen und mögliche Unregelmäßigkeiten zu sanktionieren, hieß es. Über die Fortsetzung des Prozesses wollte Picker nicht spekulieren.

    Entlassung nicht begründet

    Der ehemaliger Hypo-Bank-Vorstandchef Anton Romih, sein früherer Vorstandskollege Urban Golob und Bostjan Celofiga, der bei der Hypo Leasing für Mobilien zuständig war, haben vor dem Arbeitsgericht in Ljubljana Klagen gegen ihren früheren Arbeitgeber eingereicht. Sie beklagen, die Bank hätte keine konkreten Gründe für ihre Entlassung angegeben, berichtete die Tageszeitung "Dnevnik". Romih fordert Medienberichten zufolge 300.000 Euro, weil er zwei Monate vor dem Auslaufen seines Vertrags gekündigt wurde. Die beiden anderen gefeuerten Manager verlangen rund 200.000 Euro, berichtete das Fernsehsender POP TV.

    "Das ist so, als ob ein Dieb, der im Geschäft etwas gestohlen hat, danach aber bei der Kasse die Punkte für seine Bonuskarte verlangen würde", sagte Picker am Montagabend zur POP TV. "Ich bin überrascht davon, es ist aber ihr gesetzliches Recht", fügte er hinzu. Von der Hypo gab es keine Bestätigung zur Höhe der Schadensersatzforderung. Die Informationen über die Höhe der Entschädigung seien ein Teil der Anstellungsverträge und daher vertraulich, teilte Picker auf APA-Anfrage mit.

    Die Hypo hat laut einem Bericht der Zeitung "Dnevnik" vor dem Laibacher Arbeitsgericht vorgeschlagen, die bisherigen Ermittlungsverfahren zu berücksichtigen, doch die Anwältin von Romih widersprach dem Antrag. Für diesen Prozess sei nur das relevant, was der Hypo-Aufsichtsrat bis zum Tag der Kündigung erfahren konnte, so die Anwältin. Weil Zivilprozesse in Slowenien oft vor den strafrechtlichen Ermittlungen beendet werden, könnte es laut POP TV auch passieren, dass das Arbeitsgericht den Klägern Recht gibt, obwohl ihnen später die Schuld für vorgeworfene Straftaten bewiesen wird.

    Die Hypo kündigt unterdessen Zivilklagen gegen ihre früheren Manager an. Die Klagen gegen die Vorstände Romih und seine Vorstandskollegen Golob und Andrej Lah sowie gegen den Leasinggesellschaft-Chef Andrej Potocnik werden innerhalb eines Monats eingereicht werden, so die Hypo. "Damit will die Bank den Schaden zurückfordern, der mit den Handlungen der früheren Führung entstanden war", so Picker. Die Höhe der Schadensersatzforderungen sei von Fall zu Fall unterschiedlich und vertraulich, hieß es weiter. Laut POP TV soll es sich um Entschädigungen in Millionenhöhe handeln.


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      Grafik: Kärntens Finanzen

      Quelle: APA
       


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