Rumpold nun offiziell ÖVP-Landesrat
Der bisherige Parteisekretär Achill Rumpold, zuletzt bereits Ersatzmann von Josef Martinz in der Regierung, wurde am Donnerstag mit 18 gültigen Stimmen offiziell zu dessen Nachfolger bestimmt. Die Freiheitlichen holten sich die Zuständigkeit für Referate.
Quelle © Filmvorschau | Foto: Kleine Zeitung DIGITAL Achill Rumpold (ÖVP) als Landesrat angelobt
Seine Familie auf der Zuschauertribüne im Landtag freute sich, Achill Rumpold war ein bisserl nervös. Schließlich ist die Wahl und Angelobung als Regierungsmitglied ein staatstragender Akt. Er ging gestern glatt über die Bühne, wenn auch nicht ohne unfreundliche Begleitmusik. Von den vier FPK-Regierungsmitgliedern war bei der Rochade nur Uwe Scheuch anwesend. Er unterhielt sich intensiv mit seinem Schicksalgenossen Josef Martinz - über beiden schwebt das Damoklesschwert der Justiz. Martinz ist deshalb als Landesrat zurückgetreten, ÖVP-Chef bleibt er aber. Worte des Abschieds für ihn gab es von Landtagspräsident Josef Lobnig (FPK) nicht.
Rumpold wurde als Martinz-Nachfolger mit 18 Stimmen gewählt. Gereicht hätten vier Stimmen - nach dem Verhältniswahlrecht mehr als die Hälfte der Stimmen der eigenen Fraktion. Die ÖVP stellt sechs Abgeordnete. Von den 36 Abgeordneten waren 33 anwesend. "Im Sinne eines Vertrauensvorschusses", so SPÖ-Klubobmann Reinhart Rohr, wählten etliche Rote den neuen schwarzen Landesrat mit. Das bedeutet, dass er von Koalitionspartner FPK nicht viele Stimmen erhielt.
Ebenso verhielt es sich bei Thomas Goritschnig, der zum stellvertretenden Regierungsmitglied gewählt wurde. Er wurde mit 17 von 33 abgegebenen Stimmen gewählt.
Muskeln zeigte die FPK dem neuen Landesrat, aber auch der SPÖ bei der folgenden Regierungssitzung. Rumpold erhielt die bisherigen Martinz-Referate Gemeinden, Tourismus, Wirtschaft, Gewerbe, EU, Agar und die Doppelzuständigkeiten für Personal, Sonderbedarfszuweisungen und rechtliche Raumordnung. Die FPK nahm Rumpold aber die Doppelzuständigkeit für die Referatsverteilung abseits seiner Bereiche. Da kann die FPK mit ihrer absoluten Mehrheit in der Regierung künftig schalten und walten, wie sie will. Rumpold stimmte dagegen. "Ich lasse mich nicht unter Druck setzen", kommentierte er das freiheitliche Vorgehen.















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