Hypo wird im Leasing-Bereich 500 Leute abbauen
Hypo-Sprecher bestätigt umfassende Personalabbaupläne. Allein im Leasingbereich will die Bank mittelfristig 500 Leute abbauen. An die BayernLB muss die notverstaatlichte Bank drei Milliarden Euro zurückzahlen.

Foto © KLZ/Weichselbraun
Bei der Hypo Alpe Adria erfüllt das von Gottwald Kranebitter geführte Management seinen Sanierungsauftrag nun auch mit rigorosen Personalkürzungen. Allein im Leasingbereich werde die Bank mittelfristig 500 Leute abbauen, erklärte gestern Hypo-Pressesprecher Dominic Köfner gegenüber der Kleinen Zeitung. "500 Leasing-Mitarbeiter sind als Abbaueinheit klassifiziert", sagte Köfner wörtlich. "Die Betroffenen wissen davon. Wo es zu Einsparungen kommt, wird man es mit Augenmaß tun."
Konkret trifft es Mitarbeiter im Industrie- und Immobilienleasing, wo Klumpenrisiken angehäuft wurden. "In Ländern, wo wir noch Banken haben, wird es normales Leasinggeschäft, zum Beispiel für Autos, weiter geben."
Zuletzt war der Mitarbeiterstand bei der Hypo noch gestiegen - laut Köfner von 8220 Ende 2010 auf 8500 zum Halbjahr 2011. "Auf Holdingebene wurden Leute eingestellt und ein Höchststand von rund 600 erreicht", erklärte er. Im Gesamtbestand enthalten seien rund 1000 Mitarbeiter in Industriebeteiligungen in Kroatien wie der Aluflexpack, die man verkaufen wolle.
"Keine Bad Bank"
Neben den 500 Leasing-Leuten kann es indes noch mindestens weitere 300 treffen. Am Wochenende wurde Hypo-Aufsichtsratschef Johannes Ditz in der "Krone" mit der Aussage zitiert, dass die Hypo die Holding zu einer Art "Bad Bank" umbauen wolle, um die Tochtergesellschaften von Altlasten zu befreien (in eine "Bad Bank" - wörtlich: schlechte Bank - werden üblicherweise unrettbare Teile einer Bank gesteckt und dann bis zur Liquidation abgewickelt). Außerdem solle Kranebitter 2012 ein Sparprogramm starten, das zehn Prozent der über 8000 Mitarbeiter treffen würde. Köfner wollte das gestern nicht bestätigen.
Vielmehr korrigierte der Hypo-Sprecher zu den Aussagen von Ditz: "Eine ?Bad Bank' wäre ein eigenständiges Rechtskonstrukt, wie es zum Beispiel bei der Kommunalkredit oder bei einigen Banken in Deutschland geschaffen wurde. Das ist bei der Hypo nicht der Fall. Wir haben das sogenannte Wind Down Business, das nicht zum Kerngeschäft gehört, in einen Abbauteil eingelagert. Wenn Herr Ditz von ?Bad Bank' spricht, meint er diesen Abbauteil."
Laut Köfner wolle man nicht nur beim angestammten Personal mit dem Sparstift hineinfahren, sondern "auch auf Beraterebene deutlich einsparen".
Drei Milliarden für Bayern
Kein Problem sieht Köfner aus derzeitiger Sicht für die notwendigen Rückzahlungen der Hypo an die BayernLB. Auf eine parlamentarische Anfrage von Stefan Petzner (BZÖ) hatte Finanzministerin Maria Fekter schriftlich mitgeteilt, dass drei Milliarden Euro Verpflichtungen bis Ende 2013 an die BayernLB zurückzuzahlen seien. Auch hier korrigierte Köfner und sprach von einer "gestaffelten Rückzahlung: 2,5 Milliarden sind 2013 zu zahlen, 0,5 Milliarden 2014. Wir haben dafür einen Liquiditätsplan".














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