Landesholding: Land verpachtet ÖGB-Seen neu
TUI und Falkensteiner pachten bis 2015 die ÖGB-Seen. Land investiert drei Millionen Euro. Für das Birnbacher-Honorar wurde ein Über- Gutachter bestellt.

Foto © WeichselbraunHans-Jörg Megymorez, Vorstand der Landesholding
Auch wenn die Landesholding-Vorstände Gert Xander und Hansjörg Megymorez sowie Aufsichtsratschef Josef Martinz Zufriedenheit signalisieren wollen: Ein wirklich gutes Geschäft war es nicht, das sie gestern Abend nach der Sitzung der Landesholding der Öffentlichkeit präsentierten. Für die einstigen ÖGB-Seen - Maltschacher See, Hafnersee und das Feriendorf am Ossiacher See - hat man einen neuen Pächter gefunden. Und ist bei alten Bekannten gelandet. Gepachtet werden die Liegenschaften von der "Alps & Cities Hotelmanagementgesellschaft", in der sich die TUI Austria und die Falkensteiner Gruppe zusammengetan haben. In Kärnten betreibt man bereits das Sonnenhotel in St. Urban.
Pro Jahr bekommt die Landesholding 720.000 Euro, "mindestens, da sich der Pachtzins am Nettoumsatz orientiert", erklärt Martinz. In Summe also knapp 2,2 Millionen Euro für die kommenden dreieinhalb Jahre. Gleichzeitig muss die Holding aber drei Millionen Euro in die Liegenschaften investieren. Wobei Martinz einschränkt: "Das sind keine großen Investitionen, es geht darum, das Schiff überhaupt weiterzubewegen." Man habe so 200 Arbeitsplätze gesichert. Einen Käufer für die Seen werde man bis auf Weiteres nicht suchen.
In der Causa Birnbacher und seines umstrittenen 6-Millionen-Euro-Honorars für die private Beratung von Josef Martinz und Jörg Haider beim Hypo-Verkauf beschloss man nun, einen Über-Gutachter zu bestellen. Verfassungsrichter Christoph Herbst soll die bisherigen - einander massiv widersprechenden - Gutachten zum Birnbacher-Honorar prüfen und eine Expertise zu möglichen Rückforderungen abgeben. Die SPÖ stimmte gegen diesen Antrag, der ursprünglich von ihr stammte. "Die Gerichte werden die Sache aufklären", so SPÖ-Klubchef Reinhart Rohr.














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