Martinz will schon Mittwoch vor den Hypo-U-Ausschuss
"Weil derzeit so viel Unsinn und Halbwahrheiten verbreitet werden", will der ÖVP-Chef bereits morgen aussagen. Vorsitzender Holub kann sich eine vorgezogene Einvernahme vorstellen.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth WeichselbraunMartinz will schon morgen aussagen
Kärntens ÖVP-Chef Josef Martinz geht in der Causa Birnbacher in die Offensive. Obwohl er erst für den 13. Oktober vor den Kärntner Hypo-Untersuchungsausschuss geladen ist, will er bereits am (morgigen) Mittwoch aussagen. "Weil derzeit soviel Unsinn und Halbwahrheiten verbreitet werden, müssen rasch die Fakten gegenübergestellt werden", sagte Martinz am Dienstag gegenüber der APA. U-Ausschuss-Vorsitzender Rolf Holub (Grüne) kann sich eine vorgezogene Einvernahme des ÖVP-Politikers durchaus vorstellen.
Besonders sauer stößt Martinz auf, dass seitens der SPÖ im Zusammenhang mit dem Millionenhonorar Birnbachers für Beratertätigkeiten beim Hypo-Verkauf an die BayernLB der Verdacht der Parteienfinanzierung in den Raum gestellt werde. "Es hat keine Parteispenden gegeben", bekräftigte der ÖVP-Politiker. Ausschuss-Vorsitzender Holub zeigte sich auf Anfrage der APA "grundsätzlich für alles offen, was der Wahrheitsfindung dient." Er verwies aber auf den dicht gedrängten Fahrplan des U-Ausschusses am Mittwoch. Zwischen 9 Uhr und 18 Uhr waren bereits sechs Zeugen - unter ihnen FPK-Parteichef Uwe Scheuch und Landesholding-Vorsitzender Hans-Jörg Megymorez - geladen. Eine endgültige Entscheidung, ob die Martinz-Einvernahme vorgezogen wird, soll Mittwoch früh in der internen U-Ausschusssitzung ab 8.30 Uhr fallen.
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