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    Zuletzt aktualisiert: 29.08.2011 um 21:25 UhrKommentare

    Sanctus für Millionen-Deal

    Wegen des Verkaufs der Hypo an die BayernLB wird gegen Tilo Berlin in München nicht mehr ermittelt - wegen des Fußballsponsorings schon..

    Foto © AP/Eggenberger

    Die Freude über die Verfahrenseinstellung wollte sich Tilo Berlin wohl nicht anmerken lassen und ließ Montag Medienanfragen unbeantwortet. "Kein Kommentar", hieß es aus seinem Büro. Stattdessen sprachen seine Anwälte. "In der Gesamtschau gibt es keinen hinreichend sicheren Rückschluss auf unlautere Absprachen, einschließlich damit verbundener Kick-back-Zahlungen", ließen sie mitteilen. Im Zusammenhang mit dem Kauf der Hypo durch die BayernLB würde die Münchner Staatsanwaltschaft also nicht weiter ermitteln.

    Der Vorwurf, es habe Unregelmäßigkeiten gegeben, wurde schon seit Geschäftsabschluss in konstanten Abständen erhoben: Berlin kaufte - für sich und seine Investoren - im Dezember 2006 Anteile an der Hypo und verkaufte sie nur ein halbes Jahr später mit 150 Millionen Euro Gewinn an die BayernLB. Den goldenen Schnitt machten dabei so prominente Investoren wie IV-Präsident Veit Sorger, die Vermögensverwaltung Piëch und Karl-Heinz Grassers Schwiegermutter Marina Giori-Lhota.

    Gelder für die SK Austria

    Was Berlins Rechtsvertreter freilich nicht erwähnten: In Österreich wird gegen Berlin noch ermittelt und auch in München wird er im Zusammenhang mit dem Fußballsponsoring als Beschuldigter geführt. "Wegen der Bestechung eines ausländischen Amtsträgers und der Beihilfe zur Untreue", bestätigt die Münchner Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger. Nach Aussagen von Werner Schmid, 2007 Vorstandsvorsitzender der BayernLB, soll Jörg Haider den Bayern 2,5 Millionen Euro für den SK Austria Kärnten abgepresst haben. "Hob's a Geld", soll Haider bei der Unterredung auf Berlins Klockerhube Schmidt gefragt haben. Der Stand des Verfahrens ist offen.

    Noch ist auch unklar, wie es im Strafprozess gegen Werner Schmidt und weitere sieben Vorstände der BayernLB, die den Kauf der Hypo zu verantworten hatten, weitergeht. Derzeit befinde man sich im Zwischenverfahren, ob das Hauptverfahren eröffnet werde, sei noch offen, erklärte Stockinger. Hier steht die Schadenssumme von 550 Millionen Euro im Raum, in Summe verloren die Bayern 3,6 Milliarden mit der Hypo.


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