Barchiesi kämpft um "sein Schloss"
Schlosshotel Velden: Der italienische Investor Ugo Barchiesi will den Kaufvertrag mit der Hypo vor Gericht durchsetzen. Eine Abschlagszahlung werde es nicht geben.

Foto © KLZ/EggenbergerBarchiesi kämpft um "sein Schloss"
Geht es nach Hypo-Chef Gottwald Kranebitter, ist der Verkauf des Schlosses Velden an Billa-Gründer Karl Wlaschek bereits unter Dach und Fach. Er stellt sich aber auf eine Klage des Erstinteressenten ein - des italienischen Investors Ugo Barchiesi, der die vereinbarten Termine nicht einhielt. Eine Abschlagszahlung werde es nicht geben. "Wir schöpfen alle rechtlichen Möglichkeiten aus", sagt Kranebitter. Eben das macht auch Barchiesi. Über seinen Rechtsanwalt Dieter Böhmdorfer versucht er vor dem Bezirksgericht Klagenfurt eine Einstweilige Verfügung zu erwirken, die es der Hypo verbieten soll, das Schloss an Dritte, sprich Wlaschek, zu verkaufen.
Zudem kritisiert Böhmdorfer, dass sich die Hypo nicht an vereinbarte Exklusivklauseln bei den Vertragsverhandlungen gehalten habe. Bekannt ist, dass die Hypo neben Barchiesi und Wlaschek auch mit dem griechischen Unternehmer Vasileios Xeniadis verhandelte. Böhmdorfer stellt die Frage, ob "ein ausländischer Bieter als Lockvogel genutzt und in Schädigungsabsicht irregeführt wurde?"
Brisant: Xeniadis soll 68 Millionen Euro für das Schloss geboten haben, Wlaschek soll lediglich 50 Millionen Euro zahlen.













