BayernLB klagt Stiftung der Hypo-Mitarbeiter
Die Bayerische Landesbank, die 2007 die Kärntner Hypo Alpe Adria gekauft hat, klagt die Mitarbeiterstiftung, die damals ihre Anteile abgegeben hat, auf Rückabwicklung des Deals. Klagssumme: 50 Millionen Euro.

Foto © AP
Die Hypo Alpe Adria wird - wieder einmal - ein Fall fürs Gericht. Wie das Nachrichtenmagazin Format berichtet, wird die Bayrische Landesbank die Mitarbeiter- Stiftung der Hypo klagen. Die Stiftung hat 2007 - wie auch die Landesholding und die Investoren Gruppe um Tilo Berlin - ihre Anteile an der Hypo verkauft, damit die Bayern mehr als 50 Prozent der Aktien erwerben konnten. Nun klagen die Bayern auf Rückabwicklung des Deals, man fühlt sich in die Irre geführt. Konkret geht es um zwei Tranchen von Vorzugsaktien, die zur Aufbesserung der Kapitaldecke der Hypo genutzt wurden.
Der frühere Bankchef Wolfgang Kulterer und Hypo-Investor Tilo Berlin hätten der Klage zufolge verschwiegen, dass die Käufer der Vorzugsaktien - darunter eben die Mitarbeiterstiftung - über eine Put-Option verfügen und somit dieses Geld nicht zum Eigenkapital gezählt hätte werden dürfen.
KPMG-Gutachten
Aus prozessökonomischen Gründen sei die Klagssumme vorerst auf 50 Millionen Euro begrenzt worden. "In weiterer Folge werde die Klage auch die Kärntner Landesholding und die Berlin-Investoren betreffen", schreibt Format. Brisant an der Klage ist ihr Ursprung: Sie basiert auf Erkenntnissen der "CSI Hypo" und einem Bericht der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG, der von der jetzigen Hypo-Führung veranlasst wurde und seit Herbst 2010 vorliegt.













