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    Zuletzt aktualisiert: 31.07.2011 um 19:48 UhrKommentare

    Schlosshotel Velden: Barchiesi kündigt Klage an

    Der am Freitag über die Bühne gegangene Verkauf des Schlosshotels Velden an die dem Milliardär Karl Wlaschek gehörende Amisola Immobilien AG dürfte nun einen Rechtsstreit nach sich ziehen.

    Foto © Weichselbraun

    Der italienische Investor Ugo Barchiesi will den den Kaufvertrag anfechten. Barchiesi hatte Mitte April einen Kaufvertrag mit der Hypo unterschrieben, laut Bank dann aber den Vertrag platzen lassen.

    Als Anwalt hat sich Barchiesi Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer genommen. Dieser kündigte an, man werde "alle rechtlichen Mittel ausschöpfen". Am Montag erhalte die Hypo Alpe Adria Bank ein Schreiben, falls nicht binnen weniger Tage eine Stellungnahme erfolge, "werden wir klagen". Barchiesi hat eigenen Angaben zufolge im April vier Mio. Euro für das Schlosshotel angezahlt. Beim Closing am 31. Mai kam er nicht, er sei erkrankt, hieß es.

    Im Juni erklärte der Italiener dann, der Vertrag sei in der vorliegenden Form nicht akzeptabel und wollte nachverhandeln. Laut Böhmdorfer hätte sein Mandant bis zum 18. Juli Zeit gehabt, den Kaufpreis zu überweisen, er meint, die Hypo könnte Scheinverhandlungen geführt haben. Zudem sei der von der Bank vorgelegte Kaufvertrag in einigen Teilen "sittenwidrig" gewesen. Aber, so Böhmdorfer: "Barchiesi will nach wie vor Eigentümer des Schlosshotels werden."

    Die Hypo steht auf dem Standpunkt, Barchiesi sei vertragsbrüchig, die Anzahlung daher verfallen. Der Italiener hatte schon im vergangenen Jahr Interesse am Hotel gezeigt, damals platzten die Verhandlungen aber ebenfalls. Der Vertrag mit Wlascheks Immo-Firma wird Ende August wirksam, es gibt kein offizielles Closing, das Geld soll in den kommenden Wochen überwiesen werden.

    Die Hypo hat das Schlosshotel in ihren Büchern weitgehend abgeschrieben, insgesamt dürfte sie mehr als 130 Mio. Euro in das Projekt gesteckt haben, das vor allem vom ehemaligen Vorstandschef Wolfgang Kulterer gepusht worden ist. Betreiben soll das Luxushotel ab 1. September die Falkensteiner Gruppe, die in Kärnten bereits an mehreren Standorten vertreten ist, so am Fuße des Nassfeldes und am Katschberg.


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