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Zuletzt aktualisiert: 28.02.2011 um 11:22 UhrKommentare

Kärntner Hypo: Verkauf von kroatischen Industriebetrieben

Die notverstaatlichte Kärntner Hypo Group Alpe Adria Bank setzt den Prozess des Abstoßens vieler ihrer Beteiligungen fort. Diesmal sind die kroatischen Industriebetriebe Aluflexpack und TLM-TVP betroffen, an denen die Hypo mit rund 90 Prozent beteiligt ist.

Foto © Weichselbraun

Allerdings steht noch nicht fest, ob die beiden Betriebe im Paket oder einzeln verkauft werden. Dies berichtete das "WirtschaftsBlatt" in seiner Montagsausgabe.

"Wir steigen im April in den Verkaufsprozess ein", bestätigte Hypo-Sprecher Dominic Köfner auf APA-Anfrage. Laut "WirtschaftsBlatt" wurde die Hypo deshalb Eigentümer der Unternehmen, weil die früheren Eigentümer ihre Kredite bei der Bank nicht mehr bedienen konnten. Gutachter hätten festgestellt, dass die Bank im Jahr 2007 zusätzliche 15 Mio. Euro in die Unternehmen gepumpt hätte, um eine drohende Insolvenz zu verhindern.

Die Verpackungsfirma Aluflexpack beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter und machte zuletzt einen Umsatz von rund 70 Mio. Euro. Die Aluschmelze TLM-TVP hat ebenfalls rund 500 Mitarbeiter, der Umsatz betrug 130 Mio. Euro. Ins Gerede gekommen war die TLM zuletzt wegen einer Affäre um das kroatische staatliche Stromunternehmen HEP wegen ungeklärter Fälle von zu billig verkauftem Strom.


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Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


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