Gutachterstreit über Deal mit Vorzugsaktien
Abseits der Zeugenaussagen von Grasser und Berlin beim Hypo-Untersuchungsausschuss ist laut dem Nachrichtenmagazin "News" ein Gutachterstreit über die Eigenkapitalerhöhung mittels Vorzugsaktien entbrannt.

Foto © KLZ/Weichselbraun/Symbolbild
Geht es nach den Gutachten der Universitätsprofessoren Sabine Kirchmayr und Klaus Hirschler, war die Konstruktion einer Eigenkapitalerhöhung über Vorzugsaktien bei der Kärntner Hypo Group Alpe Adria Bank zumindest teilweise in Ordnung. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "News" in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Dagegen spricht allerdings ein Gutachten des Sachverständigen Karl Hengstberger im Auftrag der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, wonach es unzulässig gewesen sei, dass über Hypo-Kredite finanzierte Vorzugsaktien als Eigenkapital in der Bilanz dargestellt würden.
Geht es nach Kirchmayr ist die "Generierung von Eigenmittel durch Fremdanteilskonstruktionen" in Österreich "seit Jahren gängige Praxis". Und auch Hirschler stellte fest, dass die erste Tranche der Vorzugsaktien, die lediglich Call-Optionen beinhaltete, "zulässig" gewesen sei. Die zweite Tranche an Vorzugsaktien, bei der Put-Optionen und geheime Side-Letters eine Rolle spielten, ist für Hirschler allerdings nicht zulässig.
Laut "News" hätte Gutachter Hengstberger ursprünglich auch beide Tranchen der Vorzugsaktien untersuchen sollen. "Nach Rücksprache und im Einverständnis mit der Staatsanwaltschaft" begutachtete Hengstberger jedoch nur den Vorzugsaktienerwerb in der ersten Tranche.













