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Zuletzt aktualisiert: 29.10.2010 um 10:59 UhrKommentare

Styrian Spirit: Gutachten belastet Ex-Vorstand Kulterer

Der derzeit in U-Haft sitzende ehemalige Vorstandschef der Kärntner Hypo Group Alpe Adria Bank, Wolfgang Kulterer, wird von einem Gutachten des Sachverständigen Karl Bruckner schwer belastet.

Foto © Weichselbraun/APA

Im Mittelpunkt steht die Kreditvergabe an die inzwischen pleitegegangene Fluglinie Styrian Spirit, berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Freitagausgabe. Die Anwälte Kulterers, Dieter Böhmdorfer und Ferdinand Lanker, wehren sich gegen die Vorwürfe.

"Totalverlust in Kauf genommen"

"Es wurden für diesen Kredit keine Sicherheiten bestellt. Vielmehr wurde auf die Bereitstellung von Sicherheiten verzichtet", heißt es in dem Gutachten. Dabei sei die Bereitstellung einer Patronatserklärung seitens des Landes Kärnten als Bedingung für die Vergabe festgelegt worden. Auch für die Aufstockung dieses Kontokorrentkredits von einer auf zwei Millionen Euro hätten die Sicherheiten gefehlt. Bruckner: "Es wurde offensichtlich das Risiko eines Totalverlustes in Kauf genommen."

Haftungszusage von Haider

Kulterer hatte sich über seine Anwälte schon mehrfach damit gerechtfertigt, dass er zum fraglichen Zeitpunkt nicht Vorstand, sondern nur Aufsichtsratschef der Bank gewesen sei. Zudem habe er vom damaligen Landeshauptmann Jörg Haider eine - wenn auch nur mündliche - Zusage gehabt, dass das Land Kärnten haften werde.


KLEINE.tv

Analyse zum Styrian-Spirit-Urteil

Mit Schuldsprüchen und Haftstrafen von 2,5 bzw. 2 Jahren endete am Freit...Bewertet mit 4 Sternen

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


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