Hypo-U-Ausschuss tagt vermutlich bis Frühsommer
Der Vorsitzende des Hypo-Untersuchungsausschusses, Rolf Holub, ist auf Informationstour durch Kärnten. Die Bevölkerung soll über die Hintergründe des Desasters aufgeklärt werden.

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Die Grünen möchten eine breite Öffentlichkeit über die Hintergründe des Hypo-Desasters informieren. Dafür will der Vorsitzende des Kärntner Hypo-Untersuchungsausschusses und Grün-Abgeordneter Rolf Holub durch das Bundesland touren. Das erklärte er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Die Arbeit des Ausschusses wird voraussichtlich bis zum Frühsommer 2011 dauern.
Den Anfang macht Villach, noch Ende Oktober will Holub dort über die Hypo Alpe-Adria-Bank "in Geschichtenform und untrocken" informieren. Bis Ende des Jahres möchte er vier bis fünf Bezirksstädte besucht haben. Bezüglich der weiteren Arbeit meinte Holub, gegen Ende der Ausschuss-Sitzungen sollen Kärntner Politiker vorgeladen werden. Er nannte Landesrat Josef Martinz (ÖVP), Finanzreferent Harald Dobernig (FPK) und das frühere Regierungsmitglied Gaby Schaunig (SPÖ).
Drei Gründe für katastrophale Entwicklung
Für Holub kristallisieren sich zur Halbzeit des U-Ausschusses drei Gründe für die katastrophale Entwicklung der Bank, die notverstaatlicht wurde, heraus: "Nachlässigkeit und Dummheit, die Wirtschaftskrise, und kriminelle Energie. Hier wurde gezielt Geld gestohlen", sagt er. Bestätigt fühlt er sich durch die Aussage des derzeitigen Vorstandes der Hypo, Gottwald Kranebitter, der am Mittwoch vor dem Ausschuss erklärt hatte, die Bank entkriminalisieren zu wollen. "Das heißt, dass Kriminalität da ist", so Holub.
Kärnten habe durch die Causa Hypo einen großen Imageschaden erlitten, meinte er weiter. Ein Indiz dafür sei die schlechte Tourismusbilanz des heurigen Sommers. "Das hat sicher mit dem Image zu tun und das ist leider auch 'part of the game'" sagte der Grünpolitiker. Darüber hinaus gebe es noch immer die Gefahr einer Schadenersatzleistung an Bayern. "Wenn sich herausstellt, dass beim Verkauf Untreue und Bilanzfälschung im Spiel gewesen ist, besteht die Forderung zu Recht", so Holub.













