BayernLB legt am Montag Zahlen
Die BayernLB legt am Montag ihre Zahlen für das erste Halbjahr vor. Auch bei Deutschlands zweitgrößter Landesbank dürfte die Schuldenkrise in Europa zwischen April und Juni ihre Spuren hinterlassen haben.

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Erwartet wird deshalb, dass das zweite Quartal deutlich schwächer ausgefallen ist als die ersten drei Monate. Für das erste Halbjahr insgesamt dürfte aber unter dem Strich ein recht ordentliches Ergebnis stehen, erwarten Beobachter.
Zum Jahresstart hatte die BayernLB vor Steuern fast eine halbe Milliarde Euro verdient. Dabei hatte die Bank unter anderem von Fortschritten im Kundengeschäft profitiert. Zum Ende des ersten Quartals war die BayernLB nach eigenen Angaben mit 1,1 Milliarden Euro in Staatsanleihen finanziell angeschlagener Länder wie Griechenland, Italien und Irland engagiert. Aber auch auf dem ungarischen Markt, der zuletzt unter wirtschaftlichen Problemen litt, ist die BayernLB über ihre Tochter MKB aktiv.
Im vergangenen Jahr hatte das Finanzdesaster um die frühere österreichische Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) der BayernLB einen neuerlichen Milliarden-Verlust beschert. Die frühere Kärntner Landesbank, die zum Jahresende notgedrungen an Österreich abgetreten wurde, kämpft weiter mit massiven Problemen. Im ersten Halbjahr verbuchte die HGAA einen Verlust von fast einer halben Milliarde Euro. Neben Altlasten machten der Bank auch faule Kredite und eine hohe Risikovorsorge zu schaffen.
BayernLB-Chef Gerd Häusler kann also froh sein, diese Last los zu sein. Er hatte sich vorgenommen, die Bayerische Landesbank in diesem Jahr wieder in die schwarzen Zahlen zu führen. Nach den ersten drei Monaten hatte sich die Bank allerdings wegen gestiegener Risiken an den Kapitalmärkten mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf vorsichtig gezeigt. Die weitere Entwicklung sei nicht absehbar, hieß es damals.
Der Bescheid der Brüsseler Wettbewerbshüter zu den staatlichen Hilfen für die BayernLB steht unterdessen noch aus. Beobachter gehen davon aus, dass sich die Entscheidung auch noch eine Weile hinziehen dürfte, weil die EU-Kommission derzeit mit einer Vielzahl von Beihilfefällen für Banken auch im europäischen Ausland beschäftigt ist.













