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Zuletzt aktualisiert: 19.08.2010 um 12:27 UhrKommentare

Striedinger weist Verdächtigungen zurück

Ex-Hypo Alpe Adria-Vorstand Günter Striedinger weist den vom Anwalt der Kärntner Bank und juristischen Leiter der CSI Hypo, Guido Held, unter anderem gegen ihn erhobenen Vorwurf, bei der Kapitalerhöhung 2004 mittels Vorzugsaktien profitiert zu haben, vehement zurück.

Wolfgang Kulterer und Günter Striedinger

Foto © APWolfgang Kulterer und Günter Striedinger

"Ich hatte nie Vorzugsaktien, das ist eine bösartige Unterstellung", wehrt sich Striedinger im "WirtschaftsBlatt" (Donnerstagausgabe). Er habe "weder als damaliger Hypo-Vorstand noch als Privatperson und auch nicht über treuhändische Konstruktionen ein Naheverhältnis bzw. welches Verhältnis auch immer, zu einer oder mehreren Stiftungen gehabt, die Aktionären der besagten Kapitalerhöhung nahestanden."

Held hatte Striedinger gemeinsam mit Ex-Hypo Alpe Adria-Chef Wolfgang Kulterer und Ex-Hypo-Vorstand Josef Kircher in die Nähe von Stiftungen gerückt, die bei der Kapitalerhöhung 2004 Vorzugsaktien gezeichnet haben sollen. Im Zuge dieser Kapitalerhöhung sei es bei der Hypo zur Bilanzfälschung gekommen, weil die Vorzugsaktien fälschlicherweise als Eigenkapital ausgewiesen wurden, obwohl die Bank das Geld dafür letztlich selbst gezahlt habe.

Striedinger weist auch Vorwürfe zurück, wonach er in Zusammenhang mit Geschäften mit dem in Kroatien inhaftierten Ex-General Vladimir Zagorec an der Bildung einer kriminellen Vereinigung teilgenommen haben soll. "Ich hatte mit dem kroatischen General Vladimir Zagorec weder eine gemeinsame Firma noch andere gemeinsame Aktivitäten". Er habe an solchen Geschäftspraktiken nicht teilgenommen oder sich in solche Fälle bewusst eingelassen, betont der Ex-Vorstand.

Striedinger will sich nun auch mit rechtlichen Schritten wehren: "Ich prüfe alle meine Möglichkeiten, mich zu verteidigen, und da gehört eine Klage auch dazu", so Striedinger. Sein Ruf und sein wirtschaftliches Fortkommen als Privatperson und als Gesellschafter seiner Rubicon Invest GmbH seien bedroht. Zur "Wiener Zeitung" sagte Striedinger bereits Ende Juli, er wolle Ende August mit einer Verleumdungsklage gegen die Hypo Alpe Adria vorgehen.


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