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Zuletzt aktualisiert: 01.08.2010 um 12:39 UhrKommentare

Haider-Konten: Aufwendiger Lebensstil kostete viel

Großgrundbesitzer trat in Designerbekleidung und im Porsche auf.

Als eines der Erfolgsgeheimnisse des 2008 verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider gilt dessen jahrelang geführter Anti-Privilegien-Kampf. Die nun in Liechtenstein aufgetauchten Briefkastenfirmen samt vor der Öffentlichkeit versteckter Millionenbeträge passen nun gar nicht zu dem seinerzeit propagierten Bild. Der zeitlebens vielgesichtige Haider hatte es aber auch geschafft, als Kämpfer für den vielzitierten "kleinen Mann" wahrgenommen zu werden, gleichzeitig fuhr der Großgrundbesitzer in Designerbekleidung im Porsche vor.

Das politische Echo war entsprechend groß, als Haider vor gut neun Jahren - am 27. August 2001 - in Klagenfurt den "Kärntner Ehrenkodex" präsentierte. "Damit soll ein deutliches Zeichen gegen Privilegienwirtschaft und Missbrauch von öffentlichen Funktionen und Ämtern gesetzt werden", sagte er damals. Der achte Punkt des Kodex lautet knapp und klar: "Offenlegung der Bezüge und Nebeneinkünfte der Funktionäre". Geht es nach den aktuellen Medienberichten, hatte Haider zu diesem Zeitpunkt bereits Millionenbeträge in Liechtenstein gebunkert.

Bescheidenheit war bei Haiders Auftritten nie angesagt. Sein Faible für extravagante Fahrzeuge war bekannt, mit dem damaligen Koalitionspartner Wolfgang Schüssel ließ er sich in einem Porsche abbilden, sein letzter Wagen - ein VW Phaeton - führte ihn in den Nacht zum 11. Oktober 2008 in den Tod.

Wenn ein Auto nicht mehr ausreichte war für Haider immer ein Hubschrauber zur Stelle. Für längere Strecken - nach Libyen oder in den Nahen Osten - war ein Privatjet zur Hand. Haider verteidigte sich damit, nie "als Gaudi mit dem Hubschrauber geflogen" zu sein, sondern vielmehr aus zeitlichen Notwendigkeiten. Fragen nach der Finanzierung der vielen Flüge blieben aber oft unbeantwortet. Privat galt Haider zwar eher als sparsam, wenn nicht sogar knausrig. Auf teure Markenware legte er in punkto Bekleidung allerdings größten Wert. Ohne auffällige - und damit teure Uhr - am Handgelenk war er ebenso nie zu sehen.


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Serie "Die Akte Hypo"

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